2009.02.27 Neuss : Hankammer bleibt Präsident von Wehen Wiesbaden

Heinz Hankammer wurde als Präsident beim Zweitligisten SV Wehen Wiesbaden bestätigt und bleibt damit auch nach 27 Jahren im Amt. Ausstehende Spielerprämien sorgen aber für Unruhen.

dek
Heinz Hankammer bleibt Präsident beim SV Wehen Wiesbaden

Der seit 27 Jahren an der Spitze des Vereins stehende Präsident Heinz Hankammer ist bei der Mitgliederversammlung des Zweitligisten SV Wehen Wiesbaden einstimmig in seinem Amt bestätigt worden. "Das ist wirklich eine außergewöhnliche Wahl, ohne Gegenstimme und ohne Enthaltung, das ist sehr gut. Danke", sagte Hankammer vor 80 Mitgliedern im Bürgerhaus Taunusstein.

Unruhe gibt bei den akut abstiegsbedrohten Hessen aber wegen weiter ausstehenden Spielerprämien. Nach Aussage von Hankammer gegenüber der FAZ will der Klub die Prämien für das Erreichen des Viertelfinales im DFB-Pokal nur im Fall des Klassenerhalts in der Liga auszahlen.

Verlust im laufenden Geschäftsjahr beträgt 106.000 Euro

Insgesamt verzeichnete die Fußball-GmbH nach einem Bericht von Geschäftsführer Markus Irmscher bis zum 31. Januar 2008 Einnahmen in Höhe von rund 8,8 Millionen Euro, demgegenüber standen Ausgaben von rund 8,9 Millionen Euro. Daraus ergibt sich im laufenden Geschäftsjahr zum 31. Januar 2009 ein Verlust von 106.000 Euro, die Eigenkapitalquote liegt bei 36 Prozent.

Die Zahlungsfähigkeit der GmbH ist entgegen anderslautenden Medienberichten sichergestellt, langfristige Verbindlichkeiten hat weder der Verein noch die Kapitalgesellschaft. Der operative Fehlbetrag im gesamten Geschäftsjahr zum 30. Juni 2009 wird im sechsstelligen Bereich liegen. Bei den Zuschauereinnahmen rechnet der SVWW aufgrund des Tabellenplatzes mit einem Rückgang. Demgegenüber steht eine deutliche Steigerung im Bereich Sponsoring um 30 Prozent.

Neuer Vize-Präsident ist der 44-jährige Jürgen Fladung, nachdem sich der bisherige Stellvertreter von Hankammer, Rainer Wehner, nach zwölf Jahren nicht mehr zur Wahl gestellt hatte. Wehner will sich künftig nur noch seiner Aufgabe im Exekutiv-Komitee des Deutschen Motorsport Bundes (DMSB) widmen.