2009.03.01 Neuss : BBL-Pokal geht zum sechsten Mal nach Berlin

Alba Berlin hat zum sechsten Mal den Pokal in die Hauptstadt geholt. Die Albatrosse besiegten im Endspiel in Hamburg die Telekom Baskets Bonn 69:44 (34:22).

nse
Luka Pavicevic feiert mit seinem Team den ersten Titelgewinn des Jahres

Drei Tage nach dem vorzeitigen Scheitern in der Euroleague hat sich der deutsche Basketball-Meister Alba Berlin mit dem ersten Titelgewinn des Jahres rehabilitiert. Im Pokalendspiel deklassierten die Albatrosse die Telekom Baskets Bonn mit 69:44 (34: 22) und holten sich zum sechsten Mal den "Pott". Dagegen warten die Bonner, die schon 2005 im Cupfinale gescheitert waren, weiter auf den ersten Titelgewinn der Vereinsgeschichte.

Aggressivität ist Schlüssel zum Erfolg

"Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft. Das ist ein großartiger Erfolg, den sich die Spieler mit starken Leistungen im Halbfinale und vor allem im Finale verdient haben. Der Schlüssel zum Erfolg war unsere Aggressivität und die gute Rebound-Quote", sagte Albas Coach Luka Pavicevic.

Beim Bonner Trainer Michael Koch hielt sich die Enttäuschung derweil in Grenzen: "Ich habe als Spieler viel erlebt - Siege und Niederlagen. Deshalb sehe ich diesen zweiten Platz durchaus als etwas Ehrenhaftes an", sagte der Ex-Nationalspieler, der vor allem die Korbausbeute seiner Mannschaft bemängelte: "Mit unseren schlechten Wurfquoten hatten wir in diesem Spiel nichts zu holen."

In der Neuauflage des letztjährigen Meisterschaftsfinals konnte der "Vize" nur in den Anfangsminuten seine Hoffnung auf eine erfolgreiche Revanche nähren. Doch schon ab dem zweiten Viertel dominierten die Berliner die Partie deutlich und setzten sich frühzeitig ab. Nach der Pause konnten die Rheinländer die Partie wieder etwas ausgeglichener gestalten, jedoch nicht mehr entscheidend verkürzen.

Jenkins und McElroy beste Werfer der Berliner

Vor 6642 Zuschauern in der Color Line Arena waren Julius Jenkins (25) und Immanuel McElroy (10) die besten Werfer für Alba. Bei den Bonnern trafen Ken Johnson (13) und Earl Jerrod Rowland (10) am häufigsten.

Das Team von Alba-Coach Luka Pavicevic zeigte sich gut erholt von der herben 57:75-Schlappe am Donnerstag gegen den FC Barcelona, die alle Hoffnungen des Hauptstadtklubs auf den Viertelfinaleinzug auf internationalem Parkett zunichte gemacht hatte. Vor allem gegen die aggressive Deckung der Berliner fand Bonn über weite Strecken kein Mittel.

Frankfurt setzte sich gegen Außenseiter Düsseldorf durch

Im kleinen Finale hatten sich zuvor die Frankfurt Skyliners mit 73:69 (29:41) gegen Außenseiter Giants Düsseldorf durchgesetzt und sich damit Platz drei gesichert. Allerdings behielt der Cupsieger von 2000 erst dank einer deutlichen Steigerung im Schlussviertel die Oberhand, nachdem das Team von Coach Murat Didin lange Zeit eine enttäuschende Vorstellung gezeigt hatte. Die Giants boten zunächst die engagiertere Leistung, bauten allerdings in der Schlussphase spürbar ab.

Erfolgreichste Korbjäger bei den Düsseldorfern waren Zack Whiting (16) und Brent Bailey (14). Bei den Skyliners sorgten Ilian Jewtimow (15) und Pascal Roller (14) für die meisten Zähler.

In den Halbfinals am Samstag hatten Frankfurt und Düsseldorf ihren Gegnern nur phasenweise Paroli bieten können. So setzte sich Alba vor allem dank eines starken Schlussviertels mit 81:69 gegen die Skyliners durch, während Bonn die Giants letztlich standesgemäß mit 83:62 schlug. Vorjahressieger Artland Dragons Quakenbrück war bereits im Achtelfinale gescheitert.