2009.03.04 Neuss : Regierung Südafrikas bestätigt Versäumnisse

Die Regierung Südafrikas hat nach der Kritik bestätigt, dass für das Bewerben der WM 2010 zu wenig Ressourcen eingesetzt werden. Eine Teilschuld würden aber die Sponsoren tragen.

dek
Valcke (2.v.l.) bei einem Treffen des FIFA-Organisationkomitees

Nach der Kritik von FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke hat die Regierung Südafrikas Versäumnisse im Bereich der Werbung für die WM 2010 und den Konföderationen-Pokal eingeräumt. "Ich sehe es im Moment so, dass wir nicht genug Ressourcen einsetzen, um diese beiden wichtigen Veranstaltungen zu bewerben", sagte Kabinetts-Sprecher Themba Maseko.

Die ersten Werbekampagnen starten in Kürze

Dies habe finanzielle Gründe, liege aber auch an Problemen bei der Planung und Koordination. Auch die Sponsoren selbst haben laut Maseko eine gewisse Schuld, da sie nicht genug Werbung betrieben. Allerdings würden viele von ihnen in den nächsten Wochen mit ihren Werbekampagnen für die WM starten, so auf Getränkeflaschen.

Valcke hatte am Dienstag mehr Werbung für die beiden Großveranstaltungen gefordert. "Ich habe keine einzige Werbung für den Konföderationen-Pokal gesehen. Und auch keine einzige für die WM", sagte Valcke: "Es ist aber unmöglich, die Leute ins Stadion zu bringen, wenn man nicht für den Konföderationen-Pokal wirbt."

Der Chef des WM-Organisationskomitees, Danny Jordaan, hatte erneut die skeptische Haltung der südafrikanischen Bürger kritisiert. "Es gibt nur ein Land, das die WM ausrichtet und das ist Südafrika. Und dann sieht man Länder wie Kanada oder Australien, in denen mehr Euphorie herrscht als unter unserer eigenen südafrikanischen Bevölkerung", sagte er: "Und genauso sieht es beim Konföderationen-Pokal aus."