2009.03.05 Neuss : FOTA: weniger Kosten, mehr Show

Die Kosten in der Formel 1 sollen nach Plänen der Teamvereinigung FOTA für 2010 nochmals gesenkt werden. Zudem wurde ein Punktsystem vorgeschlagen, das Siege wertvoller macht.

us
FOTA-Chef Luca di Montezemolo (l.)

Mit einer Halbierung der Kosten und einer deutlich verbesserten Show will die Teamvereinigung FOTA die Formel 1 in eine bessere Zukunft führen und der weltweiten Wirtschaftskrise trotzen. Nach den bereits für die Saison 2009 beschlossenen Einsparungen will die FOTA mit weiteren Vorschlägen für 2010 die Gesamtkosten für einen Rennstall im Vergleich zum vorigen Jahr um 50 Prozent senken. Alle Teams tragen die Vorschläge einstimmig mit und wollen damit zum ersten Mal in der Formel-1-Geschichte ihren Sport gemeinsam weiterentwickeln.

"Zum ersten Mal sind die Teams vereinigt und standhaft und haben eine klare Vision", sagte Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo als Chef der FOTA am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Genf, bei der die Pläne präsentiert wurden. Die FOTA will Verbesserungen in jedem ihrer drei Arbeitsbereiche: der Technik, dem Sport und der Vermarktung. Die Vorschläge sollen in den nächsten Tagen dem World Motor Sport Council des Automobil-Weltverbandes FIA sowie FIA-Präsident Max Mosley präsentiert werden.

Neues Punktsystem vorgeschlagen

Neben den bereits verabschiedeten technischen Maßnahmen für die am 29. März in Melbourne beginnende Saison 2009 hat die FOTA unter anderem ein neues Punktsystem vorgeschlagen. Der Sieger soll künftig zwölf statt bislang zehn Punkte erhalten, um den Erfolg wertvoller zu machen. Der Zweitplatzierte soll neun (statt acht), der Dritte sieben (statt sechs) Zähler bekommen.

Für 2010 sind weitere Kostensenkungen geplant. Motoren sollen für fünf anstatt wie in diesem Jahr noch für acht Millionen Euro, Getriebe für 1,5 Millionen Euro angeboten werden. Das neue Energierückgewinnungssystem KERS soll standardisiert werden, was die Kosten um 80 Prozent reduziert.