2009.03.10 Neuss : WBA setzt Frist für Walujew-Kampf gegen Tschagajew

Der Kampf um den Weltmeistertitel im Schwergewicht zwischen Ruslan Tschagajew und Nikolai Walujew muss laut Promoter Klaus-Peter Kohl spätestens im September stattfinden.

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Rückkampf zwischen Walujew und Tschagajew steht bevor

Das zweite Schwergewichtsduell um die Box-Weltmeisterschaft des Verbandes WBA zwischen dem Usbeken Ruslan Tschagajew und Nikolai Walujew (Russland) soll bis zum Herbst steigen. Das erklärte Tschagajews Promoter Klaus-Peter Kohl in einer Pressemitteilung: "Uns wurde von der WBA September als Frist für das Re-Match genannt." Kohl bezieht sich in seinem Statement auf eine Aussage von Walujew, der gefordert hatte: "Genug ist genug. Die Konfusion muss beendet werden."

Um den Titel des Verbandes WBA hatte es ein Durcheinander gegeben, weil die beiden rivalisierenden Promoter Wilfried Sauerland und Kohl ihre Schützlinge Walujew beziehungsweise Tschagajew zuletzt von der WBA unwidersprochen um WM-Titel kämpfen ließen.

Titel-Konfusion soll geklärt werden

Tschagajew hatte Walujew im April 2007 entthront, konnte wegen eines Achillessehnenrisses aber nicht zu dem am 5. Juni 2008 geplanten Re-Match gegen Walujew antreten. Der 36 Jahre alte Box-Riese kämpfte daraufhin zweimal um einen WM-Gürtel, während Tschagajew als "Champion im Ruhestand" geführt wurde.

Nach dem Comeback des Usbeken im Februar war deshalb die Konfusion perfekt. "Walujew hätte nur als Interims-Weltmeister bezeichnet werden dürfen", erklärte Kohl. Der Russe hatte im Dezember in Zürich den "Titel" gegen Evander Holyfield mit einem knappen Punktsieg verteidigt. Sauerland plante danach einen Rückkampf gegen den populären Amerikaner. Auch WBC-Champion Witali Klitschko hat mittlerweile erklärt, dass er gerne gegen Walujew antreten möchte, um gemeinsam mit Bruder Wladimir alle vier wichtigen WM-Titel in der Familie zu vereinigen.