2009.03.11 Neuss : Beckenbauer bringt Breitner ins Gespräch

Bayern Münchens Präsident Franz Beckenbauer sieht in dem ehemaligen Nationalspieler Paul Breitner einen möglichen Kandidaten für die Nachfolge von Uli Hoeneß.

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Uli Hoeneß und sein möglicher Nachfolger Paul Breitner

Präsident Franz Beckenbauer von Meister Bayern München hat Ex-Nationalspieler Paul Breitner als möglichen Nachfolger für Manager Uli Hoeneß ins Spiel gebracht. Der "Kaiser" sagte in der Sport Bild, Breiter sei "selbstverständlich für die Position ein Thema. Über den werden wir bestimmt diskutieren. Er ist eine Respektsperson, ein Mann, auf den die Spieler und auch Jürgen Klinsmann hören."

Manager Hoeneß will seinen Posten zum Jahresende aufgeben und Beckenbauer als Präsident des FC Bayern beerben, sofern bis dahin ein neuer Manager für die Münchner gefunden ist. Der 57 Jahre alte Breitner ist als Chefberater des Vorstandes bei den Bayern tätig.

Beckenbauer hört definitiv im November auf

Für den Fall, dass die Suche nach einem Nachfolger für Hoeneß länger dauern wird, könnte Hoeneß laut Beckenbauer beide Ämter auch interimsmäßig in Personalunion ausüben. "Er kann das ja, wenn er es sich zutraut, in Doppelfunktion machen. Übergangsmäßig geht alles", sagte er. Für ihn selbst sei aber im November definitv Schluss.

Beckenbauer stärkte zudem Trainer Jürgen Klinsmann den Rücken. "Wir sind alle bestrebt, Jürgen zu helfen. Er ist der fleißigste Trainer, den der FC Bayern je hatte. Der opfert sich auf für den Verein. Er zerreißt sich für den Klub. Deswegen drücken wir ihm alle die Daumen, dass es funktioniert. Die "Klinsmann-raus"-Rufe gefallen mir nicht. Deshalb müssen wir ihn schützen", sagte er.

Dass er sich im Falle einer vorzeitigen Trennung von Klinsmann zum dritten Mal bei den Bayern auf die Trainerbank setzten würde, schloss Beckenbauer aus. "Allein der Gedanke schreckt mich", sagte der 63-Jährige, der bereits zum Ende der Spielzeiten 1993/94 und 1995/96 für kurze Zeit als Bayern-Coach eingesprungen war.