2009.03.11 Neuss : Riesch bei Vonn-Sieg in Are auf Rang zwei

Lindsey Vonn hat die Abfahrt in Are gewonnen und sich damit auch den Sieg im Gesamtweltcup gesichert. Maria Riesch landete beim besten Abfahrtsergebnis des Winters auf Rang zwei.

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Maria Riesch, Lindsey Vonn und Renate Götschl (v.l.) bei der Siegerehrung

Ski-Rennläuferin Maria Riesch ist mit Rang zwei beim Weltcup-Finale im schwedischen Are die beste Abfahrt seit über zwei Jahren gefahren, die unumstrittene Königin des alpinen Ski-Winters heißt jedoch Lindsey Vonn. Die Doppel-Weltmeisterin sicherte sich mit ihrem achten Saisonsieg vorzeitig und zum zweiten Mal in Folge den Gesamtweltcup und gab damit auch der deutschen Ski-Queen Riesch das Nachsehen. Die muss sich mit Gesamt-Platz zwei begnügen.

"Ich bin trotzdem sehr zufrieden mit meiner Saison. Die Kugel habe ich schon vor längerer Zeit abgehakt. Lindsey war einfach die Beste und hat den Gesamtsieg absolut verdient", sagte Riesch über ihre Freundin, die drei Rennen vor Saisonschluss uneinholbare 389 Punkte Vorsprung auf die Partenkirchnerin hat. Für Vonn war es der zweite Saisonsieg in der Königsdisziplin, die Abfahrtskugel war ihr schon vor dem Rennen sicher.

"Zum zweiten Mal den Gesamtweltcup zu gewinnen, bedeutet mir sehr viel. Es ist nicht nur ein Zeichen, dass ich über eine Saison gut gearbeitet habe, sondern nun schon über zwei Winter", sagte Vonn, die als erste Amerikanerin die Gesamtwertung zweimal gewann. Beim 21. Weltcup-Sieg war sie 0,40 Sekunden schneller als Riesch, Renate Götschl aus Österreich (1,26 Sekunden zurück) wurde Dritte.

"Abschneiden hat mich sehr überrascht"

Riesch verbesserte sich mit ihrer besten Abfahrt seit dem Sieg von Lake Louise im Dezember 2006 in der Disziplinwertung auf Platz drei. "Dieses Abschneiden hat mich sehr überrascht. Ich habe nicht alles riskiert, weil ich mich nicht zum Saisonende noch verletzen wollte - und dann werde ich Zweite. Das ist Wahnsinn", sagte sie.

Der starke Auftritt der Slalom-Weltmeisterin kam auch deshalb unerwartet, weil das Rennen auf der WM-Piste von 2007 bei leichtem Schneefall und Nebel ausgetragen wurde - Verhältnisse, wie Riesch sie seit ihren Kreuzbandrissen scheut. "Das war riesengroß", lobte Cheftrainer Mathias Berthold die Leistung seiner Vor-Fahrerin.

Ihre Mission in Are sieht Riesch aber noch nicht beendet: "Ich möchte noch ein gutes Slalom-Rennen fahren, schön wäre schon noch ein Sieg. Und beim Riesenslalom will ich ein gutes Ergebnis einfahren, um in der ersten Gruppe zu bleiben." Nach dem Super-G am Donnerstag steht am Freitag der Slalom und am Samstag der Riesenslalom an.