2009.03.14 Neuss : Auch Bayer beißt sich an Woronin die Zähne aus

Hertha BSC Berlin marschiert im Titelkampf der Bundesliga weiter voran. Am 24. Spieltag reichte das elfte Saisontor von Andrej Woronin zum 1:0 (0:0)-Sieg gegen Bayer Leverkusen.

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Leverkusen kämpft vergeblich in Berlin

Spitzenreiter Hertha BSC hat dank Torjäger Andrej Woronin seinen Höhenflug in der Bundesliga am 24. Spieltag fortgesetzt. Der immer gefährliche Ukrainer führte die Berliner mit einem kuriosen Tor mit der Schulter in der 50. Minute zum 1:0-(0:0)-Sieg über Bayer Leverkusen, markierte sein elftes Saisontor und erzielte wie schon beim 1:0 im Hinspiel den "Treffer des Tages". Die "Alte Dame" führt nach dem zehnten Heimsieg in Folge weiter die Tabelle souverän an.

Die Werkself hingegen blieb auch im vierten Spiel in Folge sieglos und verliert immer mehr den Anschluss an die internationalen Plätze. Trainer Bruno Labbadia gab Pirmin Schwegler für Arturo Vidal (Gehirnerschütterung) eine Chance von Beginn an, der Schweizer blieb jedoch blass. Hertha trat zum vierten Mal in Folge in gleicher Besetzung an und feierte den ersten Heimsieg über Leverkusen seit über vier Jahren. Gojko Kacar saß nach überstandener Reizung der Achillessehne zunächst nur auf der Bank.

Vor 58.753 Zuschauern bemühten sich beide Teams von Beginn an um die Kontrolle des Spiel, vermieden aber zunächst jegliches Risiko. Die Gäste aus Leverkusen versteckten sich wie erwartet nicht und hatten durch einen Flachschuss von Nationalspieler Simon Rolfes (10.) die erste Chance. Zuvor hatte Stefan Kießling gegen zwei Berliner das Kopfball-Duell gewonnen.

Woronin auf sich alleine gestellt

Berlin verzichtete wie immer unter Trainer Lucien Favre auf jeden Ansatz von Hurra-Stil, hatte aber Problme im Spielaufbau. Raffael verzettelte sich zu oft, der Ex-Leverkusener Woronin war als einzige Spitze zunächst aber überfordert. Bei einem Fernschuss von Patrick Ebert (18.) hatte Leverkusens Nationalkeeper Rene Adler Mühe. In der 21. Minute reklamierten die Gäste Handspiel von Rodnei im Strafraum, doch Schiedsrichter Babak Rafati (Hannover) ließ weiterspielen.

Nach dem Wechsel erhöhten die Berliner wie so oft in vergangenen Wochen das Tempo. Raffael besaß in der 47. Minute die erste echte Torchance. Nach einem missglückten Fernschuss von Pal Dardai kam der Brasilianer aus zehn Metern frei zum Schuss, doch Adler tauchte rechtzeitig ab. Mehr Glück hatten die Gastgeber drei Minuten später. Nach einem Doppelpass mit Maximilian Nicu traf Woronin zunächst nur Adlers Fuß, doch der Abpraller traf direkt Woronins Schulter, von dort flog der Ball ins Tor.

Leverkusen zeigte sich zunächst geschockt und kam nur noch sporadisch in die Nähe des gegnerischen Strafraumes. Doch bis auf einen Weitschusss von Kießling sprang lange Zeit nichts Zählbares heraus. Hertha hingegen blieb gefährlich und lauerte auf weitere Chancen.