2009.03.20 Neuss : FIFA verabschiedet Spielplan für Frauen-WM 2011

Die FIFA hat den Spielplan für die Frauen-WM 2011 bekannt gegeben. Demnach absolvieren die deutschen Fußballerinnen ihre Vorrundenspiele in Berlin, Frankfurt und Gladbach.

lhi
Die deutschen Fußballerinnen müssen zunächst in Berlin, Frankfurt und Mönchengladbach antreten

Die deutschen Fußballerinnen werden ihre Vorrundenspiele bei der WM 2011 in Deutschland (26. Juni bis 17. Juli) in Berlin, Frankfurt und Mönchengladbach austragen. Damit wird der Titelverteidiger und Gastgeber in den drei Stadien mit der größten Zuschauerkapazität (74.000, 46.700, 47.000) antreten. So sieht es der offizielle Spielplan, den das Exekutivkomitee des Weltverbands FIFA in Zürich verabschiedet hat, vor. Die FIFA folgte damit dem Vorschlag des deutschen Organisationskomitees (OK).

Das deutsche Team wird das Turnier, an dem 16 Mannschaften teilnehmen, im Berliner Olympiastadion eröffnen. Danach werden die Titelkämpfe in Augsburg, Bochum, Dresden, Frankfurt, Leverkusen, Mönchengladbach, Sinsheim und Wolfsburg fortgesetzt. Das Finale wird am 17. Juli in Frankfurt angepfiffen. Halbfinal-Spielorte sind Frankfurt und Mönchengladbach, das Spiel um Platz drei findet in Sinsheim statt.

DFB-Präsident zeigt sich zufrieden

"Ich glaube, dass mit der Vergabe der einzelnen Spielpaarungen alle Städte sehr zufrieden sein können. Die Begegnungen sind gleichmäßig verteilt", sagte OK-Präsidentin Steffi Jones. Auch DFB-Präsident Theo Zwanziger zeigte sich zufrieden: "Alle WM-Städte werden attraktive Spiele erhalten."

Exekutivmitglied Franz Beckenbauer hält die Planungen ebenfalls für richtig. "Unsere Erfahrungen von 2006 haben gezeigt, wie wichtig eine harmonische Verteilung der Spiele für das gesamte Turnier ist. Das Organisationskomitee hat mit der Ausarbeitung des Spielplans hervorragende Arbeit geleistet", meinte der OK-Chef der Männer-WM 2006.

Erstmals Verzicht auf "Doubleheader"

Die deutsche Mannschaft ist in der Gruppe A als Gruppenkopf gesetzt. Sollte die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ins Viertelfinale einziehen, kann sich das Wolfsburger oder Leverkusener Publikum über ein Spiel mit deutscher Beteiligung freuen.

Zum ersten Mal werden während einer Frauen-WM keine zwei Begegnungen im gleichen Stadion nacheinander stattfinden. Der Verzicht auf diese sogenannten "Doubleheader" soll das Turnier aufwerten. "Diesen Schritt gehen wir bewusst, um den Frauenfußball insgesamt aufzuwerten," sagte Jones.

Die offizielle Endrundenauslosung, bei der die Gruppenköpfe benannt und die endgültigen Spielpaarungen konkret ermittelt werden, erfolgt im Dezember 2010.