2009.03.24 Neuss : Friedenskonferenz in Südafrika abgesagt

Die geplante Friedenskonferenz im WM-Gastgeberland Südafrika ist vorläufig abgesagt. Dem Dalai Lama war ein Einreise-Visum verweigert worden, was Entrüstung auslöste.

phi
Der Friedensgipfel im WM-Gastgeberland Südafrika wurde abgesagt

15 Monate vor Beginn der WM in Südafrika ist die geplante Friedenskonferenz nach dem Streit um ein Einreise-Visum des Dalai Lama zunächst abgesagt worden. "Wir haben im Geiste des Friedens entschieden. Die Konferenz ist verschoben bis sicher ist, dass sie unter vernünftigen Bedingungen stattfinden kann", erklärte Irvin Khoza, Mitglied des WM-Organisationskomitees und Förderer der Friedenskonferenz.

Die südafrikanische Regierung hatte mit einem Verweis auf die WM-Endrunde 2010 dem geistlichen Oberhaupt der Tibeter ein Einreise-Visum verweigert und damit Entrüstung ausgelöst. Auf der Konferenz sollten namhafte Friedenspreisträger darüber diskutieren, wie Fußball zur Überwindung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit beitragen kann.

Wegen des Streits um den Dalai Lama hatten in dem früheren südafrikanischen Staatspräsidenten Frederik Willem de Klerk und Erzbischof Desmond Tutu zwei Friedensnobelpreisträger ihre Teilnahme an der Konferenz bereits abgesagt. China hatte die Verweigerung des Einreise-Visums für den Dalai Lama mit Blick auf die "territoriale Integrität" hingegen begrüßt.