2009.03.28 Neuss : Russen geben Hiddink grünes Licht für die "Blues"

Guus Hiddink darf trotz seines Engagements als russischer Nationaltrainer länger die Auswahl des FC Chelsea betreuen. Der russische Verband RFU gab dem Niederländer grünes Licht.

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Die Russen gaben Guus Hiddink die Erlaubnis für einen Verbleib in London

Interimscoach Guus Hiddink hat vom russischen Fußball-Verband (RFU) grünes Licht für einen längerfristigen Verbleib beim englischen Erstligisten FC Chelsea bekommen. Der Generalsekretär der Russen, Alexej Sorokin, erklärte, dass die RFU keine Einwände gegen ein weiteres "Ausleihen" ihres Nationaltrainers habe. Hiddink, mit Russland Deutschlands Gruppengegner in der Qualifikation zur WM 2010, betreut seit Mitte Februar in Doppel-Funktion auch den Klub von Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack.

"Wenn Chelsea mit ihm weitermachen will, sind wir bereit, mit den Eigentümern zu sprechen", sagte Sorokin: "Wenn Guus Hiddink sagt, dass er damit klarkommt, haben wir keine Gründe, ihm das nicht zu glauben. Er ist eine verantwortungsbewusste und erfahrene Persönlichkeit. Wir hätten ein Problem mit der Situation, wenn es sich um einen russischen Verein handeln würde, weil bei einem Trainer sonst die Gefahr besteht, dass er mehr auf seine Spieler achtet als auf die anderer Vereine. Aber das ist hier ja nicht der Fall."

Hiddink, der bei Chelsea bis zum 31. Mai angestellt ist und bei den Russen für den Fall des Verpassens der WM-Qualifikation eine Ausstiegsklassel hat, regte unterdessen eine weitere Variante an. "Man hat mir angeboten, nach dem 31. Mai als Berater mitzuarbeiten", sagte er: "Ich muss abwarten, wie sich die Situation entwickelt. Aber vielleicht kann ich Chelsea in dieser Funktion nützlich sein."