2009.03.30 Neuss : Risse zwischen Copado und Haching nicht zu kitten

Der ehemalige Bundesliga-Spieler Francisco Copado steht bei Drittligist SpVgg Unterhaching vor dem Aus. Das kündigte Trainer Ralph Hasenhüttl an.

us
Francisco Copado hat Ärger mit seinem Verein

Im Winter noch Bundesliga-Herbstmeister, im Frühling von einem Drittligisten ausgebootet: Francisco Copado hat bei der SpVgg Unterhaching nach nur rund drei Monaten bereits keine Zukunft mehr. "Den Spieler Copado wird es in meiner Mannschaft nicht mehr geben", sagte Trainer Ralph Hasenhüttl. Alles Weitere werde das Präsidium kundtun. Dieses trat am Montagnachmittag zusammen.

Bereits am Samstag hatte der Stürmer, der im Winter von 1899 Hoffenheim zurückgekehrt war, beim 4:0-Erfolg der Hachinger gegen Rot-Weiß Erfurt überraschenderweise 90 Minuten auf der Ersatzbank gesessen. Dafür hatte der Deutsch-Spanier kein Verständnis und reagierte mit öffentlicher Kritik an Hasenhüttl. "Diese Haltung ist für mich und das Präsidium nicht akzeptabel", sagte darauf Präsident Engelbert Kupka der Münchner AZ.

Copado gilt als Wiederholungstäter

Copado, dessen Vertrag bis zum Saisonende läuft, gilt als Wiederholungstäter. Er musste Anfang des Jahres bereits eine Geldstrafe in Höhe von 500 Euro bezahlen, da er seine Mitspieler öffentlich kritisiert hatte ("Die spielen wie Mädchen"). Zudem gab es zuletzt Differenzen mit den Fans. Für das kommende Auswärtsspiel bei Kickers Emden am Dienstag soll er sich krank gemeldet haben.

Indirekt hatte Copado, der im Verein beste Kontakte hat, Hasenhüttl sogar gedroht: "Ich bin das schwarze Schaf für den Trainer. Ich werde mit den entsprechenden Leuten Gespräche führen, und ich weiß, wer wichtig ist für den Verein." Copado ist der Schwiegersohn des Hachinger Mäzens und Schatzmeisters Anton Schrobenhauser.