2009.04.03 Neuss : Wasserspringerin Dieckow gewinnt Bronze

Katja Dieckow hat bei der EM der Wasserspringer in Turin die Bronzemedaillle vom Ein-Meter-Brett gewonnen und damit die vierte Medaille für den DSV geholt.

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Katja Dieckow holte sich in Turin die Bronzemedaille

Wasserspringerin Katja Dieckow hat bei der EM in Turin vom Ein-Meter-Brett hauchdünn Bronze gewonnen und damit dem Deutschen Schwimm-Verband (DSV) die insgesamt vierte Medaille beschert. Die Hallenserin hatte mit 267,65 Punkten am Ende nur 1,40 Zähler Vorsprung auf den undankbaren vierten Rang und war deshalb anschließend umso glücklicher.

"Das war nach hinten heraus verdammt eng. Ich bin sehr zufrieden, denn ich bin in letzter Zeit fast nur vom Drei-Meter-Brett gesprungen und war eigentlich gar nicht richtig vorbereitet", sagte Dieckow, die bereits im Jahr zuvor in Eindhoven EM-Dritte geworden war. "Sie hat eine ansprechende Leitung gezeigt und ihr Programm ohne Fehler durchgezogen", lobte Bundestrainer und DSV-Sportdirektor Lutz Buschkow. Ihre Vereinskollegin Carolin Bürger (263,25) wurde Sechste. Den EM-Titel sicherte sich die Italienerin Tania Cagnotto (290,90) vor ihrer Landsfrau Maria Marconi (280,20).

Hausding und Feck enttäuschen mit Rang sechs

Zuvor hatten Patrick Hausding und Stephan Feck auf Platz sechs im Synchronwettbewerb vom Drei-Meter-Brett mit Platz sechs enttäuscht und von Buschkow deutliche Worte zu hören bekommen. "Wenn man drei Sprünge in den Sand setzt, dann ist das zu viel für eine Europameisterschaft. Das muss man ganz klar so sagen", meinte Buschkow. Nach dem zweiten Durchgang hatten die Deutschen noch auf dem Bronzerang gelegen, verpatzten die restlichen Sprünge jedoch.

Die Athleten schoben nach dem Wettkampf Frust. Der Berliner Hausding, der bereits am Donnerstag mit Platz vier vom Drei-Meter-Brett an Edelmetall vorbeigesprungen war, war zunächst nicht ansprechbar. Sein Leipziger Kollege Feck meinte: "Ich bin wahnsinnig enttäuscht über mein EM-Debüt. Aber das war erst der vierte Wettkampf, den wir gemeinsam bestritten haben."

Ukraine holt beide Goldmedaillen

Den EM-Titel sicherte sich die ukrainischen Favoriten Illa Kwascha und Alexej Prigorow (422,31). Silber ging an die Russen Ilja Sacharow und Gleb Galperin (418,47), Dritter wurde das Bruder-Paar Nicola und Tommaso Marconi aus Italien (407,19).

Am Samstag hat Hausding die große Chance, doch noch eine Medaille in Turin zu holen. Mit seinem Aachener Synchronpartner Sascha Klein greift er als Titelverteidiger vom Turm nach Gold. Außerdem steht bei den Frauen der Einzel-Wettbewerb vom Drei-Meter-Brett mit Katja Dieckow und der Berlinerin Nora Subschinski, die in Turin bereits zweimal Silber (Einzel und Synchronspringen vom Turm) gewonnen hat, auf dem Programm.

Die kontinentalen Wettkämpfe sind eine Durchgangsstation vor dem Saisonhöhepunkt WM in Rom (17. Juli bis 2. August). Erstmals findet die EM abgekoppelt von den Wettbewerben im Schwimmen statt.