2009.04.04 Neuss : Klein/Hausding triumphieren - Dieckow holt Bronze

Zwei weitere Medaillen für die deutschen Wasserspringer bei der EM in Turin. Katja Dieckow sprang vom Drei-Meter-Brett zu Bronze, Klein/Hausding verteidigten vom Turm ihren Titel.

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EM-Titel für Sascha Klein und Patrick Hausding

Das erste Gold und die dritte Bronzemedaille gab es für die deutschen Wasserspringer am vierten Tag der EM in Turin. Nach zwei medaillenlosen Vorstellungen vom Drei-Meter-Brett sprang sich der Berliner Patrick Hausding im Synchronspringen vom Turm seinen Frust von der Seele und verteidigte zusammen Sascha Klein (Aachen) seinen Vorjahrestitel mit 474,06 Punkten erfolgreich. Zudem belegte Katja Dieckow (Halle/Saale) mit 317,20 Punkten vom Drei-Meter-Brett wie vom Ein-Meter-Brett Rang drei. Vor den beiden abschließenden Wettbewerben hat der DSV damit sechs Medaillen (1-2-3) auf der Habenseite.

"Wir hatten einfach Spaß und haben uns gegenseitig nach vorne gepuscht", sagte Sascha Klein, der seinen Einzelstart vom Drei-Meter-Brett wegen einer Gehörgangsentzündung abgesagt hatte. "Ich darf einfach nicht daran denken, es hat mich aber auch nicht mehr behindert", meinte er. "Wir haben noch nie so viele Punkte erhalten", meinte Partner Patrick Hausding. Nach medaillenlosen Wettbewerben vom Drei-Meter-Brett (Platz vier) und Synchron vom Dreier (Sechster) baumelte jetzt Gold um seinen Hals. "Vom Turm sind wir eben ein eingespieltes Team", so Hausding.

Subschinski patzt

Dieckow Im Finale vom Drei-Meter-Brett der Frauen sprang Katja Dieckow zu ihrer zweiten Bronzemedaille. "Ich bin ganz schön erleichert", meinte die 24 Jahre alte Studentin, die im Vorjahr Silber gewonnen hatte, "als ich zum ersten Sprung auf das Brett bin, hatte ich ein gutes Gefühl."

"Eine erneute Medaille ist nicht schlecht, zumal sie im Vorfeld eher wacklig war", meinte Lutz Buschkow, der Nora Subschinski ein wenig trösten musste. Die Berlinerin hatten den vierten von fünf Sprüngen verpatzt und belegte damit nach zweimal Silber vom Turm im Einzel und im Synchronspringen mit 280,15 Punkten Rang fünf. "Ich habe immer noch Probleme mit Zerrungen in den Oberarmen, sonst wäre es wohl besser gelaufen", meinte die Bundeswehrangehörige.

Der Titel ging mit 345,85 Punkten an Lokalmatadorin Tania Cagnotto, die bereits vom Ein-Meter-Brett erfolgreich war. Silber ging mit 334,25 Zählern an Olena Federowa (Ukraine). Im Turm-Synchronspringen der Männer ging Silber an Oleg Wikulow und Alexej Krawschenko aus Russland (440,52). Bronze holten sich die Ukrainer Alexander Bondar und Alexander Gorschrowossow (406,23).