2009.04.05 Neuss : Rangnick: "Wir hatten nicht das nötige Glück"

Trainer Ralf Rangnick spricht nach der Niederlage in Hamburg über Hoffenheims Saisonziele: " Wir haben eine interne Zielsetzung, die werden wir nicht ändern".

bno
Ralf Rangnick

Nach dem achten sieglosen Spiel in Folge für 1899 Hoffenheim spricht der Trainer Ralf Rangnick über die Zukunft, die Niederlage in Hamburg und die Ambitionen seines Teams für den Rest der Saison.

Frage: "Herr Rangnick, nach dem achten Spiel in Folge ohne Sieg steht Ihre Mannschaft nicht mehr auf einem Europacup-Platz. Müssen Sie jetzt Ihre Saisonziele neu formulieren?"

Ralf Rangnick: "Nein, es geht nicht um eine neue Zielsetzung für den Rest der Saison. Wir haben eine interne Zielsetzung, die werden wir nicht ändern. Wir wollen ja nicht nur Platz fünf verteidigen. Das ist immer noch der Fall. Entscheidend für mich ist, wie sich die Mannschaft entwickelt. Die Tabelle ist nicht so entscheidend jetzt."

Frage: "Sie werden vor der Partie gegen den VfL Bochum nun in ein Trainingslager ziehen, ist das eine Reaktion auf die enttäuschenden Ergebnisse zuletzt?"

Rangnick: "Nein, das Trainingslager ist schon länger geplant. Wir müssen uns alles wieder erarbeiten. Entscheidend ist, dass wir jetzt so auftreten, dass wir Spiele wie jetzt gegen Bochum gewinnen können. Ich hoffe auch, dass jetzt ein paar Jungs zurückkommen. Vor allem die Defensivspieler, wir hatten am Ende ja sechs Offensive auf dem Platz."

Frage: "Die sehr offensive Aufstellung in Hamburg war also nicht nur Taktik?"

Rangnick: "Nein, ich hätte am Freitag auch nicht gedacht, dass wir in Hamburg in dieser Formation spielen. Kurzfristig sind uns ja auch noch Weiß und Vorsah ausgefallen, die normalerweise natürlich gespielt hätten. Trotzdem haben wir den HSV in eine Situation gebracht, in der wir einen Punkt hätten machen können."

Frage: "Warum hat es denn trotzdem nicht gereicht?"

Rangnick: "Leider haben wir erst in der zweiten Halbzeit so gespielt, wie wir es uns vorgenommen hatten. Ich hatte in der ersten Hälfte das Gefühl, dass wir beeindruckt von der Kulisse waren. Wir mussten dem 0:1 dann nachlaufen. Die angezogene Handbremse haben wir erst ab der 60. Minute gelöst. Wir hatten auch nicht das nötige Glück. Das war ja ein klarer Elfmeter gegen Chinedu Obasi. Aber Fehler passieren, leider auch Schiedsrichtern."