2009.04.06 Neuss : Ribery bleibt bei Bayern unverkäuflich

Trainer Jürgen Klinsmann trotzt den Millionen-Offerten der europäischen Spitzenklubs und ist nicht bereit, Franck Ribery vor Vertragsende in zwei Jahren abzugeben.

maj
Für kein Geld der Welt zu haben: Franck Ribery

Jürgen Klinsmann hat möglichen Wechselabsichten von Superstar Franck Ribery eine kategorische Absage erteilt. Der Trainer des FC Bayern München stellte vor dem Champions-League-Duell gegen den FC Barcelona am Mittwoch (20.45 Uhr/live in Sat.1 und Premiere) klar, dass der Franzose im Sommer auf gar keinen Fall eine Freigabe aus seinem bis 30. Juni 2011 laufenden Vertrag erhalten werde. "Franck bleibt auf jeden Fall bei uns, das ist von uns beschlossen", sagte Klinsmann dem Münchner Merkur (Dienstag-Ausgabe).

Zuletzt hatte besonders Manchester City Interesse am französischen Nationalspieler gezeigt, der immer wieder mit diversen Anfragen von internationalen Topklubs kokettiert hatte. "Franck weiß, dass er hier einen Klub vorfindet, der mit allen Topklubs in Europa mithalten kann. Vielleicht sind wir den anderen sogar schon einen Tick voraus, mit den Verhältnissen, die wir geschaffen haben", sagte Klinsmann. Er sage Ribery immer, dass er "jede Spekulation als Kompliment" sehen solle.

Bayern will Ribery trotz aller Millionen-Offerten in jedem Fall mindestens bis zum Vertragsende in gut zwei Jahren halten. "Wir sind nicht gewillt, ihn vorher freizugeben. Für kein Geld der Welt", sagte Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge kürzlich in einem sid-Interview. "Wir haben noch viele große Ziele. Und dass wir ständig dabei sind, den Kader zu optimieren, das weiß Franck auch", sagte Klinsmann.

Die französische Nachrichtenagentur AFP hat nach den starken Auftritten gegen Litauen in der WM-Qualifikation bereits spekuliert, dass der Doppeltorschütze Ribery womöglich bald Kapitän der "Equipe Tricolore" werden könnte. "Uns freut es enorm, dass sein Stellenwert im europäischen Fußball immer größer wird", sagte Klinsmann: "Das spricht auch für die Arbeit des FC Bayern. Je höher seine Wertschätzung, desto größer das Kompliment für den FC Bayern."