2009.04.09 Neuss : Spekulationen um Ancelotti-Wechsel zu Chelsea

Nach englischen Medienberichten soll der derzeitge Trainer vom AC Mailand, Carlo Ancelotti, neuer Trainer des FC Chelsea werden. Er soll die Nachfolge von Guus Hiddink antreten.

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Carlo Ancelotti wird als neuer Chelsea-Trainer gehandelt

Carlo Ancelotti steht angeblich vor einem Wechsel zum FC Chelsea. Die englische Boulevardzeitung The Sun berichtete am Donnerstag, dass der 49-Jährige Nachfolger von Interimscoach Guus Hiddink beim Fußball-Klub von Nationalmannschafts-Kapitän Michael Ballack werden soll. Der Trainer des AC Mailand soll Chelsea-Besitzer Roman Abramowitsch versprochen haben, zur kommenden Saison nach London zu wechseln.

Interesse an Ancelotti schon im Februar

Abramowitsch wollte Ancelotti schon nach der Entlassung von Luiz Felipe Scolari im Februar verpflichten. Doch der Trainer des AC Mailand sagte ab, da er Milan nicht während der Saison verlassen wollte. Beim FC Chelsea soll Ancelotti einen Dreijahresvertrag erhalten, der ihm angeblich 5,8 Millionen Pfund (6,4 Millionen Euro) pro Jahr einbringen würde. Allerdings hat Ancelotti beim AC Mailand noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2010.

Ancelotti hatte erst kürzlich erklärt, in Mailand bleiben zu wollen. Bedingung sei aber, "dass wir mindestens den dritten Platz der Tabelle erobern und die Qualifikation für die Champions League schaffen", sagte Ancelotti. Milan steht in der italienischen Serie A derzeit auf Rang drei.

Russischer Verband will Hiddink keine Steine in den Weg legen

Auch der als Interimscoach bis Saisonende verpflichtete Guus Hiddink hatte sich zuletzt Hoffnungen auf einen Verbleib beim FC Chelsea gemacht. Der Niederländer trainiert zusätzlich zum Londoner Klub auch die Nationalmannschaft Russlands, dem schärfsten Rivalen der DFB-Auswahl in der WM-Qualifikation. Der russische Verband würde Hiddink im Falle eines Verbleibs bei Chelsea keine Steine in den Weg legen. "Wenn Chelsea sagt, dass sie wollen, dass er weitermacht, sind wir bereit, darüber zu reden. Wir haben mit der derzeitigen Situation kein Problem", hatte der Generalsekretär des russischen Fußball-Verbandes, Alexej Sorokin, bereits erklärt.