2009.04.11 Neuss : Düsseldorf gleicht gegen Berlin aus

Die DEG Metro Stars haben im zweiten DEL-Finalspiel gegen Berlin die Oberhand behalten und nach Spielen ausgeglichen. Rob Collins erzielte den 3:1-Endstand für die Düsseldorfer.

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Erzielte den Endstand: Der Düsseldorfer Rob Collins

Der Kampf um die 89. deutsche Eishockey-Meisterschaft ist wieder völlig offen. Die Düsseldorfer EG besiegte im zweiten Play-off-Finale der Deutschen Eishockey Liga (DEL) die Eisbären Berlin mit 3:1 (1:0, 1:1, 1:0) und glich in der "best-of-five"-Serie auf 1:1 aus. Die DEG, die die erste Partie am Donnerstag 2:3 verloren hatte, darf damit wieder vom neunten Meistertitel träumen.

Titelverteidiger Berlin, der erst zum zweiten Mal in den laufenden Play-offs geschlagen vom Eis ging, hat am Ostermontag (14.30 Uhr/live bei Premiere) wieder Heimrecht. Die Entscheidung kann frühestens in Spiel vier am kommenden Mittwoch (19.30 Uhr/live bei Premiere) in Düsseldorf fallen.

Berlin phasenweise überlegen

Vor 11.254 Zuschauern im Rather Dome erzielten Kapitän Daniel Kreutzer (20.), Evan Kaufmann (33.) und Rob Collins (58.) die Tore für die DEG, die seit 1996 auf einen Titelgewinn wartet. Denis Pederson (32.) hatte für die phasenweise deutlich überlegenen Eisbären, die nach 2005, 2006 und 2008 ihre vierte Meisterschaft anstreben, zum zwischenzeitlichen 1:1 ausgeglichen.

Anders als im Auftaktspiel waren die Düsseldorfer von Beginn an hellwach. In einem Spiel auf hohem Niveau und mit sehr hohem Tempo setzten sie sich zunächst besser in Szene. Die beste Chance zum frühen 1:0 hatte Brandon Reid, der nach Zuspiel von Adam Courchaine nur um Zentimeter das Tor verfehlte (7.). Mit zunehmender Spielzeit übernahm dann der Titelverteidiger die Kontrolle, die DEG konterte aber gefährlich.

Kreutzer mit einem Gewaltschuss in den Winkel

Nachdem Pederson für die Eisbären die beste Möglichkeit zur Führung vergeben hatte (15.), schlugen die Powerplay-Spezialisten der DEG zu - allerdings völlig untypisch: Kapitän Kreutzer traf 26 Sekunden vor der ersten Drittelsirene nach einem Konter mit einem Gewaltschuss in den Winkel. Es war bereits das 17. Überzahltor der Düsseldorfer in den Play-offs.

Im Mittelabschnitt erhöhte Berlin den Druck. Phasenweise schnürte der Meister die Gastgeber bei Fünf gegen Fünf im eigenen Drittel ein. Allerdings scheiterten die Berliner immer wieder an DEG-Torhüter Jamie Storr, der seine bislang beste Leistung in den Play-offs bot. Auf der Gegenseite hatte Patrick Reimer gar in Düsseldorfer Unterzahl die Chance zum 2:0, verfehlte das Tor aber knapp (27.).

DEG effektiv

Dennoch kam Berlin zum Ausgleich: Pedersons Schuss von der blauen Linie fand durch Freund und Feind hindurch seinen Weg ins Netz. Die DEG, die ihr 14. Play-off-Spiel in 30 Tagen bestritt, antwortete prompt: Nur 45 Sekunden später nutzte Kaufmann einen Konter zum 2:1, bei seinem Schuss über die Fanghand sah Eisbären-Goalie Rob Zepp nicht gut aus. Die Düsseldorfer bewiesen damit Effektivität: Sie gaben im zweiten Drittel nur vier Schüsse ab, die Berliner 23.

Auch im Schlussdrittel erzeugten die Eisbären viel Druck, doch Storr rettete der DEG mehrmals die Führung. Collins beseitigte mit seinem Treffer schließlich die letzten Zweifel.