2009.04.15 Neuss : Olympiasieger Bischof überraschend für EM berufen

Unerwartet hat Judoka-Bundestrainer Detlef Ultsch Olympiasieger Ole Bischof in den Kader für die EM in Tiflis berufen. Ursprünglich wollte Bischof auf das Turnier verzichten.

jjo
Ole Bischof

Mit Olympiasieger Ole Bischof an der Spitze reisen die deutschen Judoka zu den Europameisterschaften nach Tiflis (24. bis 26. April). Der Reutlinger wurde vom neuen Männer-Bundestrainer Detlef Ultsch überraschend in den Kader berufen, obwohl er sich im nacholympischen Jahr eigentlich auf die WM Ende August in Rotterdam konzentrieren wollte.

"Ole braucht vor der WM ein Turnier auf so hohem Niveau, um wieder Kontakt zur Weltspitze zu bekommen und sich mit den Besten zu messen", begründete Ultsch seine Entscheidung. Bischof habe in den zurückliegenden Trainingstagen im Vorbereitungscamp Frankfurt/Oder hervorragende Leistungen abgeliefert und sei voll motiviert. "Gerade für unsere junge Mannschaft ist Ole Bischof wie ein Fels in der Brandung", sagte Ultsch.

Erstmals seit Jahren werden die deutschen Männer in Maximalstärke an einer EM teilnehmen. Auch der neue Frauen-Chef Michael Bazynski nominierte in allen sieben Gewichtsklassen jeweils eine Athletin.

Das DJB-Team für Tiflis im Überblick:

Michaela Baschin (Backnang/bis 48kg), Mareen Kräh (Spremberg/bis 52kg), Viola Wächter (Schweitenkirchen/bis 57kg), Claudia Ahrens (Potsdam/bis 63kg), Kerstin Thiele (bis 70kg), Heide Wollert (beide Leipzig/bis 78kg), Franziska Konitz (Berlin/über 78kg), Robert Kopiske (Potsdam/bis 60kg), Adrian Kulisch (Esslingen/bis 66kg), Mario Schendel (Potsdam/bis 73kg), Ole Bischof (Reutlingen/bis 81kg), Michael Pinske (Berlin/bis 90kg), Dimitri Peters (Rotenburg/bis 100kg), Andreas Tölzer (Mönchengladbach/über 100kg).