2009.04.16 Neuss : Lehmann rudert in Torwart-Debatte zurück

Im Kampf um den Platz im deutschen Tor bei der WM 2010 rudert Jens Lehmann wieder zurück und äußert sich lobend über seine möglichen Nachfolger Rene Adler und Manuel Neuer.

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Jens Lehmann

Jens Lehmann vom VfB Stuttgart macht im Kampf um den Platz im Tor der deutschen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika einen Rückzieher. "Da wurde an mich was herangetragen, was ich wohl falsch verstanden habe", sagte der 39-Jährige dem Fachmagazin kicker und ergänzte: "Sowohl Manuel Neuer als auch Rene Adler haben sehr, sehr großes Potential. Es wird ein Spaß zu sehen, wie die beiden auf lange Sicht konkurrieren."

Allerdings hegt Lehmann durchaus die Hoffnung, vielleicht doch an der WM teilnehmen zu können. "Meine Aussage, dass ich abwarte, ob Bedarf sein wird, bleibt bestehen", sagte der im August 2008 nach 61 Länderspielen zurückgetretene ehemalige Nationalspieler.

Vage Hoffnung seitens des Bundestrainers

Bundestrainer Joachim Löw hatte zuvor Lehmann noch ganz vage Hoffnungen gemacht. "Ich gehe davon aus, dass sich an der jetzigen Situation nichts ändert. Aber natürlich kann es Verletzungen oder auch Formkrisen geben", sagte er. Lehmann müsste allerdings auf die Missgeschicke gleich mehrerer Konkurrenten hoffen.

Wie von Adler und Neuer hält Lehmann auch vom dritten Konkurrenten Robert Enke sehr viel. "Er ragt bei Hannover heraus. Ihm wäre es zu gönnen, bei einer Spitzenmannschaft zu spielen", sagte er. Zu den Anmerkungen des Bremers Tim Wiese, der Lehmann in der Bild-Zeitung angegriffen hatte, wollte sich der Stuttgarter nicht weiter äußern: "Das wird der DFB regeln."

An einem Engagement bei Rekordmeister Bayern München hat Lehmann indes kein Interesse. "Vom Fahren her wäre es sicher besser. Aber ich weiß nicht, ob das für einen Spieler wie mich angenehm wäre", sagte Lehmann, der nahe München am Starnberger See wohnt.