2009.04.16 Neuss : Ribery: "Wer würde nicht gerne bei Barca spielen?"

Bayerns Superstar Franck Ribery hat sich einmal mehr beim FC Barcelona ins Gespräch gebracht. Vorher will der Franzose aber mit den Münchenern noch viel erreichen.

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Franck Ribery im Trikot des FC Barcelona

Franck Ribery flirtet weiter mit dem FC Barcelona. In einem Interview mit der Münchner tz erklärte der Franzose in Diensten des deutschen Rekordmeisters Bayern München, was er seinem Landsmann Thierry Henry nach der 0:4-Niederlage beim FC Barcelona im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League zugeflüstert habe.

"Ich habe nur gesagt, dass ich nun verstehe, warum er dort unter Vertrag steht und so viel Spaß hat. Nicht mehr und nicht weniger", erzählte Ribery. Auf die Frage, ob er nicht auch Lust habe, dort zu spielen, erklärte der Mittelfeldspieler: "Natürlich, aber welcher Spieler würde nicht gerne bei Barca spielen?" Allerdings habe er mit den Bayern noch viel vor, sagte Ribery.

Guardiola will Lahm und Ribery unbedingt

Zuletzt hatte es Barcelonas Präsident Joan Laporta als Tabu bezeichnet, sich um Ribery und auch um Philipp Lahm zu bemühen. Man wolle das gute Verhältnis zu den Bayern nicht gefährden, sagte Laporta. Doch Trainer Josep Guardiola und Sportdirektor Txiki Begiristain sollen laut SZ "geradezu besessen sein" von der Idee, Ribery und Lahm zu verpflichten. Im Gegenzug könnte Aleksander Hleb nach München gehen.

Ribery sicherte dem in der Kritik stehenden Trainer Jürgen Klinsmann unterdessen Unterstützung zu. "Klinsmann macht derzeit eine schwere Phase durch. Die ganzen Attacken treffen ihn persönlich, aber auch uns Spieler und den gesamten Verein", sagte der 26-Jährige und kündigte an: "In den letzten sieben Partien werden wir uns für ihn zusammenreißen. Um deutscher Meister zu werden, müssen wir alle zusammenhalten."

Ribery fehlt "ein größerer Kader"

Um auch international auf Titeljagd gehen zu können, fehlt den Münchnern laut Ribery "ein größerer Kader. Wenn wir zwei oder drei verletzte Spieler haben, haben wir sofort ein Problem. Solange das so bleibt, wird es schwer, mit den Besten mitzuhalten", sagte der Franzose.

Lahm glaubt derweil, dass man sich in allen Bereichen verbessern müsse, um wirklich auf Augenhöhe mit Barcelona zu kommen. Sie seien nicht allein bei den Spielern besser besetzt. "Auch taktisch sind sie uns voraus, weil sie seit Jahren mit dem gleichen System spielen, wir mit einem neuen Trainer auch viele neue Dinge probiert haben. Es braucht Zeit, um wieder eine ganz große Mannschaft in Europa zu sein", sagte Lahm der Bild-Zeitung.