2009.04.18 Neuss : Dolderer fliegt in Abu Dhabi zum ersten WM-Punkt

Beim Debüt des Red Bull Air Race in Abu Dhabi hat der deutsche Kunstflug-Meister Matthias Dolderer den ersten WM-Punkt eingeflogen. Im Mai gastiert die Flugshow in San Diego.

jjo
Matthias Dolderer beim Red Bull Air Race in Abu Dhabi

Ein Weltmeister auf der Erfolgsspur, viele positive Überraschungen und ein deutscher Einstand nach Maß - so lässt sich das erste Rennen der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft 2009 in Abu Dhabi kurz und knapp zusammenfassen.

Bereits zum fünften Mal in Folge war die Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate Gastgeber des Auftaktrennens der weltweit schnellsten Motorsportklasse, bei der die Piloten mit Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 370 km/h und Kräften von bis zu 12g die 20 Meter hohen aufblasbaren Pylonen, die sogenannten Air Gates, so schnell wie möglich und mit so wenig Fehlern wie möglich passieren müssen.

Brütende Hitze erschwerte die Bedingungen

Die brütende Hitze mit bis zu 40 Grad über dem Arabischen Golf machte dabei Mensch und Maschine zu schaffen - auch Weltmeister und Sieger Hannes Arch (Österreich). "Das war auch aufgrund der Hitze das schwierigste Rennen meiner Laufbahn." Arch gelang als Vierter des Super-8-Rennens vor 100.000 Zuschauern nur mit viel Mühe der Sprung in den Final-4-Wettbewerb, in dem er einmal mehr sein Können unter Beweis stellte. "Ich bin froh, dass meine Taktik, alles auf das letzte Rennen zu setzen, aufgegangen ist." Für Hannes Arch war es der insgesamt dritte Sieg und achte Podiumsplatz bei einem Rennen der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft.

89 Hundertstelsekunden lagen am Ende zwischen dem Österreicher (1: 24,60 Minuten) und dem zweimaligen Vize-Weltmeister Paul Bonhomme (Großbritannien/1:25,49). Trotz einer Zwei-Sekunden-Strafe schaffte der Franzose Nicolas Ivanoff noch den Sprung auf das Podium und verwies den Briten Nigel Lamb auf den undankbaren vierten Platz. Beide Piloten, die sich im vergangenen Jahr zumeist im Mittelfeld platziert hatten, wurden damit innerhalb einer Woche zu ernsthaften Konkurrenten von Arch und Bonhomme. Gleiches gilt auch für "Rookie" Matt Hall (Australien), der bei seinem Debüt auf Anhieb Fünfter wurde, das Final-4 nur knapp verpasste und damit für viel Aufsehen sorgte.

Ivanoff: "Bin überrascht über meinen dritten Platz"

"Ich bin sehr überrascht über meinen dritten Platz, weil ich das Flugzeug erst vor einem Monat erhalten habe", so Ivanoff. "Das Team hat auch nachts gearbeitet, um das Flugzeug für das erste Rennen optimal einzustellen. In Zukunft muss ich aber die Fehler vermeiden. "

Einen gelungenen WM-Einstand feierte auch der Deutsche Matthias Dolderer. Der Tannheimer sicherte sich in seinem Debüt-Rennen der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft 2009 als Elfter auf Anhieb einen WM-Punkt. "Es ist der absolute Wahnsinn, gleich im ersten Rennen einen WM-Punkt geholt zu haben. Wir haben unser Ziel erreicht und dafür danke ich meinem Team", erklärte Dolderer sichtlich zufrieden. "Jetzt gehen die Modifikationen weiter. Wir wollen noch einiges an Aerodynamik und Leistung aus unserem Flugzeug herausholen", so der Deutsche weiter.

Das zweite von insgesamt sechs Rennen der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft findet am 9./10. Mai in San Diego statt.