2009.05.01 Neuss : Mexikaner dürfen nicht nach Kolumbien ausweichen

Spiele der mexikanischen Ligen werden nicht in Kolumbien ausgetragen. Kolumbiens Hauptstadt Bogota hatte wegen der Schweinegrippe gegen den Plan des CONMEBOL protestiert.

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Keine Spielverlegungen nach Kolumbien

Kolumbiens Hauptstadt Bogota steht angesichts der in Mexiko grassierenden Schweinegrippe Mannschaften aus dem mittelamerikanischen Land nicht als Ausweichspielort zur Verfügung. Bogota setzt sich damit gegen die Entscheidung des südamerikanischen Fußballverbandes CONMEBOL zur Wehr, der die Heimspiele von San Luis Potosi und Chivas Guadalajara im Achtelfinale des Libertadores-Cups für den 6. Mai nach Bogota vergeben hatte.

Die Stadt habe auf Anraten der Weltgesundheitsorganisation WHO gegen die Entscheidung des CONMEBOL votiert, sagte Juan Varela, ein Unterstaatssekretär in der Stadregierung Bogotas. "Die WHO erlaubt keine Veranstaltungen mit mehr als 40 Personen, wenn ein Land daran teilnimmt, in dem der Virus ausgebrochen ist", ergänzte Varela. Der CONMEBOL hat dazu noch keine Stellungnahme abgegeben.

Die Schweinegrippe hat in Mexiko bereits über 170 Todesopfer gefordert. Aufgrund der Influenza-Epidemie werden am Wochenende in Mexiko 176 Spiele von der ersten bis zur vierten Liga ohne Zuschauer stattfinden. Ein Teil der Sportveranstaltungen wurde zudem abgesagt oder auf spätere Termine verschoben.