2009.05.01 Neuss : Wegmann gewinnt Frühjahrsklassiker

Fabian Wegmann hat den Frühjahrsklassiker in Frankfurt gewonnen. Der deutsche Meister setzte sich im Schlussspurt gegen Karsten Kroon und Christian Knees durch.

bto
Fabian Wegmann gewinnt Frühjahrsklassiker in Frankfurt

Fabian Wegmann hat den Frühjahrsklassiker in Frankfurt gewonnen, sich selbst einen Kindheitstraum erfüllt und dem unter Druck gestandenen deutschen Rad-Team Milram den ersehnten Heimsieg beschert. "Dieser Erfolg bedeutet mir sehr viel. Dieses Rennen wollte ich immer schon gewinnen", jubelte Wegmann und verdrückte nach seinem Triumph beim Eschborn-Frankfurt City Loop sogar ein paar Freudentränen.

Wegmann wurde für seine couragierte Leistung am Tag der Arbeit belohnt. Der deutsche Meister setzte sich nach 190,8 Kilometern im Schlussspurt gegen den Niederländer Karsten Kroon durch, der 2004 und 2008 den Vorgänger "Rund um den Henninger Turm" gewonnen hatte. Christian Knees rundete das gute Ergebnis für Milram als Dritter und Bester der Verfolger ab.

Kroon verpasst "Frankfurt-Hattrick"

Wegmann und Kroon hatten zu Beginn der vorletzten Runde am neuen Zielort im Frankfurter Stadtteil Riedberg die Vorentscheidung gesucht. Die beiden Profis setzten sich aus einer siebenköpfigen Fahrergruppe ab. Kroon verpasste es aber, mit Erik Zabel gleichzuziehen, der bislang als einziger Profi dreimal in Frankfurt gewonnen hatte.

Milram dominierte bei der Schinderei mit den berüchtigten Schleifen durch den Taunus von Beginn an das Rennen. Der Rennstall, der nach nur zwei eher bedeutungslosen Siegen in dieser Saison stark unter Druck stand, suchte die Flucht nach vorn. Insbesondere Kapitän Linus Gerdemann kämpfte vorbildlich, hatte aber am Ende mit dem Ausgang des Rennens nichts mehr zu tun.

"Die Arbeit hat viel Kraft gekostet. Aber es hat sich gelohnt", erklärte Gerdemann: "Wir sind erleichtert. Für uns war es heute wie eine kleine Weltmeisterschaft."

Rennorganisator nach Umzug zufrieden

Ein positives Fazit nach dem Umzug vom Henninger Turm nach Riedberg zog Rennorganisator Bernd Moos-Achenbach: "Es war spitze. Die Menschen haben das Rennen auch mit neuem Start und Ziel angenommen", sagte Moos-Achenbach.

Am Rande des Rennens ging es einmal mehr aber auch um Doping. Scharfe Worte richtete Rudolf Scharping, Präsident des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR), an den dreimal positiv getesteten Stefan Schumacher. "Ich glaube, er wird nie mehr Radrennen fahren. Sein Fall hat selbstzerstörerische Konsequenzen. Es wird eine Strafanzeige geben, wir prüfen die Forderung auf Schadensersatz, und schließlich wird der Ausschluss aus dem BDR folgen", sagte Scharping.