2009.05.02 Neuss : "Barca" erobert Bernabeu im Sturm

Der FC Barcelona hat das Tor zur Meisterschaft mit einem historischen Triumph ganz weit aufgestoßen. Die Katalanen demütigten Real Madrid vor deren eigenen Fans mit 6:2.

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Thierry Henry (u.) und Dani Alves feiern das zwischenzeitliche 4:2

Der FC Barcelona hat dem Erzrivalen Real Madrid eine bittere Lehrstunde erteilt und steht nach einer Gala-Vorstellung vor dem Gewinn der spanischen Meisterschaft. Barca gewann "El Clasico" bei Titelverteidiger Real mit 6:2 (3:1) und führt die Tabelle der Primera Division vier Spieltage vor Schluss mit sieben Punkten Vorsprung vor den Königlichen an. Gleichzeitig feierten die Katalanen eine gelungene Generalprobe für das Halbfinal-Rückspiel in der Champions League beim FC Chelsea.

Thierry Henry (18. und 58.), Carles Puyol (20.), Lionel Messi (36. und 75.) und Gerard Pique (83.) erzielten die Treffer der Gäste in einem hochklassigen Spiel. Barcelona tankte damit Selbstvertrauen für das Halbfinal-Duell in der Königsklasse bei Chelsea am Mittwoch (20.45 Uhr/live bei Premiere und Sat. 1). Das Hinspiel gegen den Klub von Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack endete torlos.

Barcelona dreht nach 0:1-Rückstand auf

Real kam nach zuvor sieben Siegen in Serie mit Nationalspieler Christoph Metzelder gut ins Spiel und ging durch das 19. Saisontor des Argentiniers Gonzalo Higuain in Führung (14.). Davon unbeeindruckt erhöhten die Gäste das Tempo und drehten mit einem Doppelpack durch Henry und Puyol die Begegnung. Bei Real kam nach dem Anschlusstreffer durch Sergio Ramos (56.) nur kurzzeitig noch einmal Hoffnung auf.

Reals Demütigung war endgültig perfekt, als Pique sieben Minuten vor Schluss den 100. Saisontreffer der Gäste im 34. Spiel erzielte. Die Fans der Gastgeber verließen fluchtartig das Stadion.

Derweil ist Barcelonas verletzter Verteidiger Rafael Marquez erfolgreich am Mensikus operiert worden. Der Kapitän der mexikanischen Nationalmannschaft hatte sich im Champions-League-Halbfinale gegen den FC Chelsea ohne Einwirkung des Gegners verletzt und fällt nach der Operation gut drei Monate aus.