2009.05.02 Neuss : Tarquini kommt nach Müller-Crash glimpflich davon

Nach einer "vermeidbaren Kollision" mit Jörg Müller fährt Seat-Pilot Gabriele Tarquini in den kommenden sechs Rennen in der Tourenwagen-WM unter Bewährung.

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Das Logo der FIA

Milde Strafe für Seat-Werksfahrer Gabriele Tarquini: Der frühere Formel-1-Pilot fährt wegen einer "vermeidbaren Kollision" mit BMW-Werksfahrer Jörg Müller (Hückelhoven) beim jüngsten WM-Lauf in Puebla/Mexiko bei den nächsten sechs Rennen in der Tourenwagen-WM unter Bewährung. Das gab die FIA am Freitagabend in Marrakesch offiziell bekannt.

Sollte sich Tarquini in diesem Zeitraum etwas zu Schulden kommen lassen, würde der 47-jährige Italiener nachträglich für das Rennen in Puebla mit einer 30-Sekunden-Strafe belegt und dadurch einen WM-Punkt für Rang acht verlieren.

Der 39-Jährige Müller hatte wegen des unfairen Rammstoßes von Tarquini den möglichen ersten Saisonsieg verpasst und fiel vor den Saisonläufen fünf und sechs am Sonntag (15.00/16.15 Uhr MESZ) in der marokkanischen Königsstadt auf den siebten Platz (acht Punkte) in der Tabelle zurück.

Yvan Muller führt WM-Wertung an

In der WM-Wertung führt Titelverteidiger Yvan Muller (Frankreich/Seat) dank der größen Anzahl an Saisonsiegen (2:1) vor seinem schwedischen Markenkollegen Rickard Rydell (beide 30 Zähler) sowie dem besten BMW-Piloten Augusto Farfus (Brasilien/20).

Müller startet bei der Marrakesch-Premiere im Schnitzer-BMW 320si aus der fünften Startreihe von Position neun aus in das erste der beiden Sprintrennen. Damit steht Müller sogar noch eine Position hinter Franz Engstler (Wiggensbach), der in seinem privat eingesetzten BMW 320si sensationell bester BMW-Pilot war.

Unterdessen sicherte sich der Brite Robert Huff (Chevrolet/1: 49,789 Minuten) seine zweite Pole Position in der WM vor seinem Schweizer Teamkollegen Alain Menu (1:49,956). Die zweite Startreihe bilden Tarquini (1:50,086) und Muller (1:50,156).