2009.05.05 Neuss : "ManU" hat Ribery als Ronaldo-Nachfolger im Visier

Ein Stühlerücken bahnt sich an: Franck Ribery wird bei Manchester United als Nachfolger des von Real Madrid umworbenen Cristiano Ronaldo gehandelt. Bayern München buhlt um Diego.

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Das Gerangel Diego und Ribery hat begonnen

Das Werben um Bayern Münchens Franck Ribery wird immer intensiver: Nach einem Bericht des Guardian soll Klub-Weltmeister Manchester United umgerechnet 70,5 Millionen Euro (62,5 Millionen britische Pfund) für den französischen Ausnahme-Fußballer geboten haben. Angeblich soll der von Real Madrid heftig umworbene Weltfußballer Cristiano Ronaldo den englischen Meister zum Saisonende verlassen und Ribery dessen Position beim Premier-League-Spitzenreiter einnehmen.

Ribery, der noch bis 2011 beim FC Bayern unter Vertrag steht und zuletzt mehrfach mit einem Wechsel zu einem europäischen Top-Klub kokettiert hatte, wäre damit nach seinem Landsmann Zinedine Zidane der zweitteuerste Transfer in der Geschichte des Weltfußballs. Für Zidane hatte Real 2001 76 Millionen Euro an Juventus Turin überwiesen.

Bayern und Stuttgart streiten um Hleb

Die Bayern bemühen sich derweil offenbar intensiv um Werder Bremens Spielmacher Diego (Vertrag bis 2011/Marktwert 23 Millionen Euro) und sollen nach übereinstimmenden Medienberichten bereits mit seinem Vater und Berater Djair da Cunha am Montag in München über einen Wechsel zum deutschen Rekordmeister gesprochen haben. Auch Edelreservist Alexander Hleb (2012/15) vom FC Barcelona ist angeblich ein Thema bei den Bayern. Allerdings soll auch der Ligarivale VfB Stuttgart Interesse an einer Rückkehr des Weißrussen zu den Schwaben haben.

Welche Transfers tatsächlich zustande kommen, hängt bei den Münchnern auch vom neuen Trainer ab, der in die Entscheidungen eingebunden werden soll. Bayern-Berater Paul Breitner sieht den Verein in einer sehr aussichtsreichen Position im Poker um den Wunschkandidaten Louis van Gaal vom niederländischen Meister AZ Alkmaar.

"Er würde dem FC Bayern gut zu Gesicht stehen. Er hat etwas geschafft, was einen großen Trainer auszeichnet. Er hat aus einem mittelmäßigen Team eine Spitzenmannschaft geformt. Das ist ein Kriterium für einen Toptrainer", sagte Breitner in der BR-Sendung Blickpunkt Sport: "Wenn er wirklich von Alkmaar weg möchte, wird er das, trotz Vertrages, auch erreichen. Wenn der FC Bayern ruft, ist jeder Trainer bereit, darüber nachzudenken."