2009.05.05 Neuss : "ManU" zu stark für die "Gunners"

Dank eines überragenden Cristiano Ronaldo steht Manchester United im Finale der Champions League. Der Portugiese traf beim souveränen 3:1 (2:0)-Sieg bei Arsenal London doppelt.

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Cristiano Ronaldo (l.) steht mit Manchester im Finale der Champions League

Ein überragender Ballkünstler Cristiano Ronaldo hat Titelverteidiger Manchester United ins Champions-League-Finale geführt. Mit zwei Toren und einer Vorlage avancierte der Weltfußballer beim souveränen 3:1 (2:0)-Sieg der "Red Devils" im Halbfinal-Rückspiel beim FC Arsenal zum umjubelten Matchwinner. Damit darf die Elf von Teammanager Sir Alex Ferguson, die bereits das Hinspiel vor Wochenfrist mit 1:0 gewonnen hatte, vom vierten Triumph in der Königsklasse träumen. Im Endspiel am 27. Mai in Rom könnte es nun zu einer Neuauflage zwischen ManU und dem FC Chelsea kommen. Das Team von Michael Ballack kämpft am Mittwoch gegen den spanischen Spitzenreiter FC Barcelona um den Einzug ins Endspiel.

Park Ji-sung (8.) und Weltfußballer Cristiano Ronaldo mit seinen Champions-League-Treffern Nummer vier und fünf (11. und 61.) ließen vor 58.000 Zuschauern im ausverkauften Emirates Stadion in London mit ihren Treffern keine Zweifel am Weiterkommen aufkommen. Das 1:3 durch den Foulelfmeter von Robin van Persie (76.) war nur Ergebniskorrektur für die gedemütigten "Gunners". Zuvor hatte Manchesters Mittelfeldspieler Darren Fletcher nach einem Foul am Spanier Cesc Fabregas im Strafraum von Schiedsrichter Roberto Rosetti die Rote Karte gesehen und muss in Rom zuschauen.

Manchester, das seit nun 25 Champions-League-Spielen ungeschlagen ist und erstmals seit dem FC Valencia (2000/2001) zweimal in Folge das Finale erreichen konnte, greift in dieser Saison nach vier Titeln. Den Weltpokal und den Ligacup hat der Klub schon sicher und auch in der Meisterschaft steht der Premier-League-Spitzenreiter vor dem 18. Triumph der Klubgeschichte.

Die "Gunners" machten es Manchester auf dem Weg nach Rom aber auch leicht. Nach einer Hereingabe von Ronaldo rutschte Arsenal-Verteidiger Kieran Gibbs aus. Der Südkoreaner Park bedankte sich und traf zur Führung der Gäste. Doch es kam noch schlimmer für das Team aus Nord-London. Geradezu amateurhaft ließ Keeper Manuel Almunia, der im vergangenen Jahr Jens Lehmann zwischen den Pfosten verdrängt hatte, einen Freistoß von Ronaldo aus rund 30 Metern passieren.

Danach war Arsenal sichtlich geschockt. Der Mannschaft von Arsene Wenger, die seit drei Jahren auf einen Titel wartet, fiel nicht mehr viel ein. Bis zum Pausenpfiff ergab sich nicht eine einzige Chance für den Champions-League-Finalisten von 2006. Dabei hatte Wenger vor der Partie noch einen Sieg gegen den übermächtigen Rivalen angekündigt. Man sei nur noch 90 Minuten vom Finale entfernt. Auf dem Platz waren es dagegen Lichtjahre.

Das änderte sich auch im zweiten Durchgang nicht. United diktierte das Geschehen und hatte durch Ronaldo eine weitere Großchance (52.). Der Portugiese war es auch, der das 3:0 nach einem Zuspiel von Rooney markierte. Auf der Gegenseite musste dagegen Edwin van der Sar erst nach 64 Minuten bei einem Schuss von van Persie eingreifen.

Im vergangenen Jahr hatte Manchester beim Elfmeter-Krimi in Moskau gegen Chelsea zum dritten Mal nach 1968 und 1999 die Königsklasse gewonnen. Als gutes Omen dürfte den Engländer außerdem dienen, dass sie noch nie ein Europacup-Finale verloren haben. 1991 hatte Manchester auch den Europacup der Pokalsieger durch ein 2:1 gegen den FC Barcelona gewonnen.