2009.05.06 Neuss : Stuttgart verlängert mit Babbel

Bundesligist VfB Stuttgart hat den Vertrag mit Trainer Markus Babbel erwartungsgemäß bis 2011 verlängert. Auch Assistent Rainer Widmayer bleibt dem Trainerteam erhalten.

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Markus Babbel hat seinen Vertrag verlängert

Der VfB Stuttgart strebt mit Markus Babbel als Trainer einer erfolgreichen Zukunft entgegen. Der Bundesligist verlängerte am Mittwoch wie erwartet den Vertrag mit dem 36-Jährigen und mit dessen Assistenten Rainer Widmayer um zwei Jahre bis zum 30. Juni 2011 und setzte damit im Bundesliga-Endspurt ein wichtiges Zeichen.

Der VfB hat nach einer eindrucksvollen Erfolgsserie unter Babbel sogar noch die Chance auf die deutsche Meisterschaft. Am Samstag (15.30 Uhr/live bei Premiere) empfangen die viertplatzierten Schwaben Tabellenführer VfL Wolfsburg zum Spitzenspiel.

"Markus Babbel und Rainer Widmayer haben maßgeblichen Anteil an der positiven sportlichen Entwicklung der vergangenen Wochen und Monate. Wir freuen uns, dass wir uns frühzeitig auf die Fortsetzung der Zusammenarbeit verständigen konnten", sagte VfB-Sportdirektor Horst Heldt.

Nur eine Niederlage in 16 Spielen

Der frühere Münchner Babbel hatte am 22. November die Nachfolge des entlassenen Armin Veh angetreten und den VfB vom elften auf den vierten Tabellenplatz geführt. In 16 Spielen gab es dabei elf Bundesliga-Siege und nur eine Niederlage (0:4 in Bremen).

"Er hat eine gute Art mit der Mannschaft umzugehen. Er findet im Training die richtige Balance. Man merkt ihm an, dass er als Spieler auf höchstem Niveau aktiv war", lobte zuletzt bereits Torwart Jens Lehmann (39) seinen Coach, der aktuell noch mit einer Sondergenehmigung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) arbeitet und deshalb bei den Schwaben offiziell auch als Teamchef firmiert.

Um dies zu ändern, wird der Europameister von 1996 vom 2. Juni an zehn Monate lang von Montagvormittag bis Mittwochabend in Köln den DFB-Fußballlehrer-Lehrgang absolvieren. "Es werden zehn stressige Monate. Aber ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass es funktioniert", sagte der 36-jährige Babbel.

"Wer nicht mitzieht, fliegt raus."

Der Umgang mit der Mannschaft ist hart aber herzlich. Obwohl er sich von den Spielern duzen lässt, gilt der frühere Verteidiger als Autorität mit einem klaren Motto: "Wer nicht mitzieht, fliegt raus." Auf ein Trainervorbild will sich Babbel dabei nicht festlegen lassen. Er habe von jedem Coach, den er in seiner langen und erfolgreichen Karriere erlebte, "ein bisschen was" mitgenommen.

"Ich versuche, das Beste von allen rauszuziehen. Aber ich will auch mein eigenes Profil schärfen. Mein Ziel ist, dass die Spieler irgendwann mal sagen: Bei dem hab ich auch etwas gelernt", sagte Babbel, der bei den Bayern unter Franz Beckenbauer, Jupp Heynckes, Giovanni Trapattoni, Ottmar Hitzfeld oder Otto Rehhagel trainiert hatte, in Liverpool zudem unter Gerard Houllier.