2009.05.07 Neuss : NADA meldet 66 Dopingfälle für das Jahr 2008

Die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) zählte im Jahr 2008 66 Dopingfälle. Das sind sechs weniger als noch 2007. Auch mit den Nachkontrollen tiefgefrorener Proben wurde begonnen.

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Auch tiefgefrorene Dopingproben werden nachkontrolliert

Die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) hat im Jahr 2008 in Deutschland 66 Dopingfälle gezählt. Das gab die Stiftung auf ihrer Bilanz-Pressekonferenz in Berlin bekannt. Enthalten sind auch zehn Kontrollverweigerungen und die Verfolgung eines Verdachtsmomentes.

Die Quote von Dopingfällen zu Tests sank deutlich auf 0,51 (2007: 0,76), was an der erhöhten Zahl der Tests auf 12.926 liegt - 3500 mehr als 2007.

Im Vergleich sank die Zahl der positiven Ergebnisse um sechs (2007: 72). Die Zahl der Trainingskontrollen verdoppelte sich fast von 4872 auf 8026. 4900 Wettkampfkontrollen 2008 standen 2007 4661 im Jahr 2008 gegenüber.

"bestimmte Athleten unter Dauerbeobachtung"

Die NADA berichtete zudem, sie habe mit den Nachkontrollen eingefrorener Dopingproben begonnen. "Wir haben bestimmte Athleten in Dauerbeobachtung, bei denen ein gewisser Rauch zu erkennen, aber das Feuer noch nicht zu sehen ist. Da sagen wir den Laboren: Schmeißt diese Proben noch nicht weg", sagte NADA-Geschäftsführer Göttrik Wewer. Man rede darüber aber nicht laut: "Ich wage die These, dass keine NADA so intensiv nachanalysiert wie wir." Bisher habe es jedoch keine positiven Ergebnisse gegeben. Unter anderem sei auf Insulin und das neue EPO-Präparat CERA nachgetestet worden.