2009.05.07 Neuss : THW-Gesellschafter muss zahlen und aussagen

Im Zusammenhang mit der mutmaßlichen Manipulationsaffäre um den THW Kiel muss Gesellschafter Hubertus Grote nun doch vor dem Landgericht Kiel aussagen.

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Die Ostseehalle in Kiel

Im Zusammenhang mit der mutmaßlichen Manipulationsaffäre um den THW Kiel muss Gesellschafter Hubertus Grote nun doch vor dem Landgericht Kiel aussagen. Grote, der sich am Mittwoch von seinem Posten als Geschäftsführer der Kieler Nachrichten zurückzog, hatte die Aussage zunächst mit Verweis auf einen "unauflösbaren Widerspruch" verweigert. Das Gericht verhängte daraufhin ein Ordnungsgeld gegen Grote, wogegen dessen Anwalt Beschwerde einlegte.

Gericht bewertet Beschwerde als unbegründet

Wie die Hamburger Morgenpost am Donnerstag berichtet, wies das Gericht die Beschwerde als unbegründet zurück. Grote muss nun zahlen und aussagen. Er soll schon früh von den Manipulationsvorwürfen gegen den THW gewusst, aber geschwiegen haben. Jesper Nielsen, Gesellschafter der Rhein-Neckar Löwen, hatte Grote als Zeuge eines Gesprächs am Rande der WM am 1. Februar in Zagreb genannt, bei dem der inzwischen zurückgetretene THW-Manager Uwe Schwenker Nielsen gegenüber Manipulationen in der Champions League zugegeben haben soll.

Grotes Anwalt hatte sich bei der Aussageverweigerung seines Mandanten deshalb darauf berufen, dass dessen Bekundungen in einem "nicht auflösbaren Widerspruch" zueinander stehen würden.

Derad soll zweiter Geschäftsführer werden

Bereits am Mittwoch hatte es personelle Neuigkeiten in Kiel gegeben: So soll Uli Derad als Nachfolger von Uwe Schwenker beim Rekordmeister zweiter Geschäftsführer neben Sabine Holdorf-Schust werden. Der 43-jährige Derad hat allerdings eine sechsmonatige Kündigungsfrist als Geschäftsführer beim TSV Dormagen und benötigt deshalb noch die Zustimmung der Aufsichtsgremien des Klubs für einen Wechsel. Die Kieler wollen ihn zum 1. Juli einstellen.