2009.05.09 Neuss : Button auf Pole, Vettel startet von Platz zwei

Jenson Button startet beim Großen Preis von Spanien von der Pole Position. Sebastian Vettel eroberte als bester Deutscher den zweiten Startplatz.

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Die drei Schnellsten im Qualifying

Sebastian Vettel ist weiter auf Augenhöhe mit WM-Spitzenreiter Jenson Button und steht beim Großen Preis von Spanien neben dem Briten in der ersten Startreihe. "Ich hätte mir gewünscht, meine Runde wäre gut genug, um Jenson zu schlagen. Aber in letzter Sekunde hat er mir die Pole noch weggeschnappt", sagte der 21 Jahre alte Heppenheimer, dem in 1:20,660 Minuten nur 13 Hundertstelsekunden zu seiner zweiten Pole in dieser Saison fehlten.

"Mit Platz zwei und der ersten Startreihe bin ich aber sehr zufrieden. Ich hatte in meiner Runde zwei, drei kleine Fehler", meinte der Red-Bull-Pilot, der als einziger Fahrer bislang bei allen fünf Grand Prix in diesem Jahr im Qualifying unter die ersten drei gefahren ist. Die Chancen stehen jetzt gut, im Rennen am Sonntag (Sonntag, 14.00 Uhr/live bei Premiere und RTL) nach dem Sieg in China und Platz zwei in Bahrain seine Erfolgsserie fortzusetzen.

Fast hätte Vettels Runde gereicht, da Button im Brawn-Mercedes erst ganz knapp vor Ablauf der Zeit zu seiner entscheidenden Runde (1:20,527) über die Ziellinie gefahren war. "Das hätte schief gehen können. Ich hatte ein paar langsame Fahrer auf ihren Auslaufrunden vor mir", meinte Button, der zum dritten Mal in diesem Jahr und zum sechsten Mal insgesamt auf die Pole Position fuhr.

Vor dem fünften von 17 WM-Läufen führt der Brite mit 31 Punkten die Gesamtwertung an. Vettel ist mit 18 Zählern Dritter hinter dem Brasilianer Rubens Barrichello (19) im zweiten Brawn, der hinter ihm auf Startplatz drei landete. Als Vierter meldete sich Vize-Weltmeister Felipe Massa (Brasilien) im runderneuerten Ferrari in der Spitzengruppe zurück.

Glock fährt sechstschnellste Zeit

Zweitbester Deutscher war der WM-Fünfte Timo Glock aus Wersau, der sich als Sechster zum zweiten Mal in dieser Saison gegen seinen Teamkollegen Jarno Trulli (Italien) durchsetzte - wenn auch nur um die Winzigkeit von sieben Tausendstelsekunden. In Bahrain hatten die beiden noch gemeinsam in der ersten Reihe gestanden. Auf Platz neun schaffte Nico Rosberg (Wiesbaden) im Williams-Toyota als dritter Deutscher den Sprung in die Top Ten.

Nicht über die zweite Runde hinaus kam der Mönchengladbacher Nick Heidfeld, der an seinem 32. Geburtstag von Startplatz 13 ins Rennen geht. Gute zwei Zehntelsekunden hatten ihm auf BMW-Sauber-Kollege Robert Kubica (Polen) gefehlt, nachdem ihn am Vormittag im freien Training ein eigener Fehler wertvolle Abstimmungszeit gekostet hatte.

Weltmeister Hamilton startet von Platz 14

"Positiv ist aber auf jeden Fall, dass unser Paket eine Verbesserung darstellt. Die Top Ten wären drin gewesen", sagte Heidfeld, der nach dem letzten Platz von Bahrain diesmal wenigstens wieder vor Weltmeister Lewis Hamilton im McLaren-Mercedes landete. "Unser Auto ist nicht schnell genug", meinte der Brite nach Startplatz 14. "Wie angekündigt zeigt diese Strecke unseren Mangel an Abtrieb, besonders in den schnellen Kurven", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug.

Adrian Sutil (Gräfelfing) musste sich wieder mal mit der letzten Startreihe zufriedengeben. Immerhin war er zum dritten Mal in Folge schneller als Force-India-Teamkollege Giancarlo Fisichella (Italien). "Es war eine gute Runde, aber das ist halt das Limit unseres Autos", sagte Sutil.

Immerhin ist er im hinteren Feld in prominenter Gesellschaft. Direkt vor ihm steht der Finne Heikki Kovalainen im Silberpfeil, auf Rang 16 dessen Landsmann Kimi Räikkönen im zweiten Ferrari, die beide zum ersten Mal in dieser Saison schon in der ersten Runde scheiterten. "Wir haben uns verrechnet, wir dachten, es würde reichen", meinte Ex-Weltmeister Räikkönen. Das gleiche taktische Malheur war der Scuderia schon in Malaysia bei Massa passiert.