2009.05.09 Neuss : Huck im EM-Fight gegen Ersatzgegner

Marco Huck wird seinen EM-Gürtel nicht wie geplant gegen Firat Arslan verteidigen. Der Ex-Weltmeister fällt wegen einem Ermüdungsbruch im Fuß aus. Neuer Gegner ist Witali Rusal.

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Marco Huck muss seinen Gürtel gegen den unbekannten Ukrainer Witali Rusal verteidigen

Eigentlich war ja alles ganz anders geplant. Europameister Marco Huck sollte seinen Titel im Cruisergewicht heute in Bamberg gegen Firat Arslan verteidigen, den deutsch-türkischen Ex-Weltmeister aus Süssen und dicksten Kumpel von Luan Krasniqi. Den kennt man noch in Deutschland, ein Erfolg über Arslan wäre für Hucks Reputation ein großer Schritt nach vorne gewesen. Stattdessen steigt der Bielefelder nun gegen den vollkommen unbekannten Ukrainer Witali Rusal in den Ring - Arslan musste wegen eines Ermüdungsbruches im Fuß absagen.

Weil aber die TV-Übertragung in der ARD (live um 22.45 Uhr) seit langem geplant war, darf nun also der Ersatzgegner aus der Ukraine nach Hucks Gürtel greifen, und er will das natürlich mit allem Ehrgeiz tun: "Ich habe einen guten Plan und werde den EM-Gürtel mit nach Hause nehmen." Immerhin ist der 28-Jährige in 23 Profikämpfen noch ungeschlagen und gewann 16 davon vorzeitig - prominente Gegner aber stehen nicht in seinem Rekord, noch nie boxte er außerhalb der Ukraine.

"Ich werde ihn vernichten"

"Sein Kampfrekord ist perfekt, aber am Samstag wird sich das ändern", kündigte Huck schon mal an. Klappern gehört schließlich auch zum Boxhandwerk: "Ich werde ihn vernichten." Der erst 24 Jahre alte eingebürgerte Jugoslawe musste in seinen 25 Kämpfen nur eine Niederlage einstecken.

Für ihn ist die Europameisterschaft ohnehin nur eine Zwischenstation auf dem Weg zu einer zweiten WM-Chance. Da sollte nichts Unerwartetes passieren. "Es wird nicht leicht für Marco", erklärte Trainer Ulli Wegner, "aber wenn er meine taktische Linie befolgt, wird er den EM-Gürtel behalten dürfen."

Erst am 6. April hatte Arslan abgesagt, viel Zeit, sich auf Rusal einzustellen, blieb Huck also nicht mehr. "Natürlich hätte ich lieber gegen Arslan geboxt", sagte er, "im Endeffekt ist es mir aber egal, wer als Gegner im Ring steht." Er vertraut seiner Schlagkraft und der geschickten Gegner-Auswahl durch seinen Promoter Sauerland-Event: "Ich werde meinen Titel auf jeden Fall verteidigen - und zwar so spektakulär wie möglich.'