2009.05.12 Neuss : KSC nach bitterer Pleite kaum noch zu retten

Bundesliga-Schlusslicht Karlsruher SC steht nach einer 2:3 (2:2)-Pleite gegen Hannover 96 vor dem Abstieg. Die Badener verspielten vor heimischen Publikum eine 2:0-Führung.

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Godfried Aduobe kommt gegen Hannovers Arnold Bruggink zu spät

Der Karlsruher SC muss nach einem Blackout für die 2. Liga planen. Das Tabellenschlusslicht verlor am drittletzten Spieltag der Bundesliga gegen Hannover 96 trotz 2:0-Führung noch 2:3 (2:2) und vergab damit wohl die letzte Chance auf den Klassenerhalt.

Der von Trainer Edmund Becker zwischenzeitlich schon ausgemusterte Alexander Iaschwili (11.) und Lars Stindl (32.) hatten den KSC in Führung gebracht und Hoffnung bei den Badenern geschürt. Doch innerhalb von drei Minuten glichen Sergio Pinto (42. ) und Mikael Forssell (45.) zum 2:2 für Hannover aus, ehe Hanno Balitsch (64.) nach einem Konter für den 3:2-Endstand sorgte.

"Es war furchtbar, wir haben die an die Wand geklatscht und dann bekommen wir so ein unmögliches Gegentor", sagte Kapitän Maik Franz: "Das 2:2 war dann der Genickbruch. Wir sind keine Träumer, auch wenn die anderen erst am Mittwoch spielen." Eventuell kann der KSC bereits am Mittwoch als erster Absteiger feststehen.

Millers Riesen-Patzer bei Pintos Schuss

Es kam alles zusammen beim KSC: Beim 1:2 durch Pinto ließ Torhüter Markus Miller den scheinbar harmlosen Schuss durch die Beine gleiten. In der 70. Minute erkannte Schiedsrichter Manuel Gräfe (Berlin) einen Treffer von Iaschwili wegen einer angeblichen Abseitsposition nicht an. Zudem sah Andreas Görlitz die fünfte Gelbe Karte und ist am kommenden Samstag im Auswärtsspiel bei Werder Bremen gesperrt.

Vor 23.920 Zuschauern im Wildparkstadion war Karlsruhe anzumerken, dass es die Chance auf den Klassenerhalt unbedingt wahren wollte. Die Gastgeber begannen druckvoll und engagiert. Zunächst traf Marco Engelhardt mit einem Freistoß das Außennetz (5. ), ehe Iaschwili und Stindl Hannovers Nationaltorhüter Robert Enke keine Chance ließen und für die verdiente Führung sorgten.

Danach hatte der KSC die Gäste im Griff. Insbesondere Iaschwili hätte für die Vorentscheidung sorgen können. Doch stattdessen patzte Miller beim 1:2.

Becker hatte seine Startelf im Vergleich zum 0:4 bei Borussia Dortmund auf einer Position verändert. Für den verletzten Giovanni Federico rückte Stindl in die Anfangsformation. Bei Hannover vertraute Trainer Dieter Hecking zu Beginn dem gleichen Team wie zuletzt beim 1:1 gegen Eintracht Frankfurt.

Nach dem Seitenwechsel versuchte der KSC trotz nachlassender Kräfte alles. Doch Sebastian Freis, der nach der Saison zum 1. FC Köln wechseln wird, scheiterte an Enke (52.).