2009.05.13 Neuss : Mentschow triumphiert auf der Seiser Alm

Der Russe Dennis Mentschow hat sich auf der Seiser Alm in Südtirol die zweite Bergankunft des Giro d'Italia gesichert. Mit Platz zwei fuhr Danilo Di Luca ins Rosa Trikot.

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Dennis Mentschow siegt auf der Seiser Alm

Lance Armstrong hat ausgerechnet am 100. Jahrestag des Giro d'Italia den wohl schwersten Einbruch seiner Rad-Karriere erlitten. Bei der Bergankunft auf der 1844 Meter hohen Seiser Alm verlor der Texaner drei Minuten auf Tagessieger Denis Mentschow (Russland/Rabobank). Top-Favorit Danilo Di Luca (Italien/LPR) fuhr auf Platz zwei und übernahm mit fünf Sekunden Vorsprung vor dem Schweden Thomas Lövkvist (Columbia) die Führung in der Gesamtwertung.

Armstrong liegt bereits nach fünf Etappen 3:34 Minuten hinter Di Luca. Der einstige Dominator hatte bereits zu Beginn des Schlussanstiegs Probleme und verlor etwa sechs Kilometer vor dem Ziel endgültig den Anschluss. Gleich drei Teamkollegen eskortierten den 37-Jährigen ins Ziel.

Allerdings wurde der Ausnahmeathlet in der Vorbereitung auf die zweitwichtigste Rundfahrt durch einen Schlüsselbeinbruch zurückgeworfen. Diese Verletzung hatte sich Armstrong im März bei der Kastilien-Rundfahrt zugezogen. Darüber hinaus scheint er aber auch nach fast vier Jahren Pause sportlich noch lange nicht auf der Höhe der Rundfahrt-Favoriten zu sein.

Erster Giro am 13. Mai 1909 in Mailand gestartet

Der erste Giro wurde am 13. Mai 1909 in Mailand gestartet. Auf acht Etappen mussten die 127 Starter insgesamt 2448 Kilometer bewältigen. Erster Sieger war Luigi Ganna. Lediglich in den beiden Weltkriegen fiel die Rundfahrt aus.

Nach zwei Bergankünften erwartet die Fahrer am Donnerstag beim Österreich-Gastspiel erneut eine schwere Etappe. Über 248 Kilometer fährt des Peloton von Brixen nach Mayrhofen im Zillertal. Dabei bietet der 1628 Meter hohe Hochkrimml etwa 50 Kilometer vor dem Ziel Solisten die Chance zu einem Ausreißversuch.

Insgesamt stehen beim Jubiläums-Giro 21 Etappen mit einer Gesamtlänge von 3454,5 Kilometern auf dem Programm. Die Italien-Schleife endet am 31. Mai ausnahmsweise in Rom und angesichts des vorgezeichneten Streckenverlaufs über historische Etappenorte wie Genua, Florenz und Neapel nicht in Mailand.