2009.05.14 Neuss : Heimpleite besiegelt Ingolstadts Abstieg

Nach nur einem Jahr verabschiedet sich der FC Ingolstadt schon wieder aus der 2. Bundesliga. "Wir sind zurecht abgestiegen", meinte Horst Köppel nach dem 0:1 gegen St. Pauli.

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Enttäuschung beim FC Ingolstadt

Der FC Ingolstadt hat seine letzte Chance auf den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga verspielt und steht zwei Spieltage vor Schluss als zweiter direkter Absteiger nach dem SV Wehen Wiesbaden fest. Nach dem 0:1 (0:0) zum Abschluss des 32. Spieltages gegen den FC St. Pauli haben die Bayern acht Punkte Rückstand auf den VfL Osnabrück auf Relegationsplatz 16 und müssen nach nur einem Jahr wieder zurück in die Drittklassigkeit. Auch im dritten Spiel unter Trainer Horst Köppel blieb der FCI ohne Punkt und Tor.

Köppfel: "Wir sind zurecht abgestiegen"

"Wir sind zurecht abgestiegen. Jetzt müssen wir versuchen, gemeinsam wieder aufzusteigen", sagte Köppel: "Solange rechnerisch noch etwas möglich war, wollten wir uns nicht aufgeben. Ich war auch der Überzeugung, dass wir es schaffen." Der frühere Bundesliga-Spieler und -Trainer wird voraussichtlich in Ingolstadt bleiben. "Ich kann mir gut vorstellen, zu bleiben und mit der Mannschaft den Wiederaufstieg zu schaffen", sagte er.

Vor 5432 Zuschauern zeigten die Gastgeber eindrucksvoll, warum sie als einzige Mannschaft in der 2. Liga im Jahr 2009 noch ohne Sieg sind. Ingolstadt war gegen schwache Hamburger zwar die klar überlegene Mannschaft, schaffte es aber nicht, aus einer Vielzahl guter Chancen das entscheidende Tor zu machen, das ihnen die Hoffnung auf den Klassenerhalt erhalten hätte. Stattdessen nutzte St. Pauli in der 86. Minute durch Alexander Ludwig eiskalt seine einzige Chance.

Hain hält die Null fest

Schon in der ersten Halbzeit scheiterte Heiko Gerber aus 20 Metern an St. Paulis Keeper Mathias Hain (31.). Drei Minuten später traf Andreas "Zecke" Neuendorf aus 25 Metern nur den Pfosten. Weitere 180 Sekunden später hatte Steffen Wohlfarth Hain sogar schon ausgespielt, schoss dann aber neben das leere Tor. "Wenn man die Tore nicht macht, hat man in der 2. Liga auch nichts zu suchen", sagte Wohlfarth.

Nach dem Seitenwechsel raufte sich Köppel, der das Team auch in der 3. Liga betreuen soll, noch einige Male die spärlichen Haare. In der 61. Minute scheiterten Karl und Wohlfarth nacheinander am besten Hamburger Hain. Karl verzog in der 76. Minute auch noch einen Volleyschuss.