2009.05.24 Neuss : Vettel: "Hoffnung nicht aufgeben"

Für Sebastian Vettel war das Rennen in Monte Carlo früh beendet. Im Interview spricht der Red-Bull-Pilot über die Probleme mit den weichen Reifen und die Hoffnungen im WM-Kampf.

nse
Traurige Miene bei Sebastian Vettel

Für Sebastian Vettel war das Wochenende in Monaco ein Wochenende zum Vergessen. Bereits früh im Rennen haderte der 21 Jahre alte Heppenheimer mit seiner Reifenwahl. Und es kam noch dicker, in der 16. Runde musste der Red-Bull-Pilot seinen Boliden nach einem Fahrfehler abstellen. Im Interview spricht der derzeit Drittplatzierte in der Fahrer-Weltmeisterschaft über seinen "teuer bestraften" Fehler, die Probleme mit den Hinterreifen und die verbleibende WM-Hoffnung.

Frage: "Sebastian Vettel, Sie sind bereits in der 16. Runde in Monaco ausgeschieden. Was war da los?"

Sebastian Vettel: "Ich hatte leider einen Fehler. Der wird hier teuer bestraft."

Frage: "Sie hatten aber von Beginn an Probleme ..."

Vettel: "Ja, der Zug nach vorne war ohnehin schon abgefahren. Bei uns war hier einfach der Wurm drin. Schon ab der zweiten Runde hatte ich im Rückspiegel gesehen, dass die Hinterreifen abgefahren waren. Das hat uns das Genick gebrochen. Ich konnte nur noch nach hinten schauen. Später hatte ich auch mit der Servolenkung kleine Probleme. Ich will den Crash aber nicht darauf schieben."

Frage: "Der erste Fehler ist also schon bei der Reifenwahl passiert?"

Vettel: "Ja. Wir haben uns vertan mit der Reifenwahl. Wir haben gedacht, weiche Reifen halten länger. Die Hinterreifen waren aber eben schnell komplett weg."

Frage: "Vor dem Rennen hatten Sie den Kampf um den WM-Titel ausgerufen. Nun hat Jenson Button erneut gewonnen und bereits 28 Punkte Vorsprung auf Sie. Müssen Sie den Titel nun schon wieder abschreiben?"

Vettel: "Solche Tage machen es nicht einfacher. Man muss ja nur auf die Ergebnisse schauen, um zu wissen, wer der Favorit ist. Aber es gibt noch genug Rennen, und es ist ja nicht gesagt, dass die Anderen immer ins Ziel kommen. Die Hoffnung sollte man nach dem einem Rennen hier noch nicht aufgeben."