2009.05.24 Neuss : "Wölfe" schnappen sich Veh

Der deutsche Meister VfL Wolfsburg hat Armin Veh als neuen Trainer verpflichtet. Der Nachfolger von Felix Magath wird am Montag offiziell präsentiert.

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Armin Veh

Um kurz vor Mitternacht ließ der neue Fußball-Meister die Katze aus dem Sack: Armin Veh wird Nachfolger von Trainer Felix Magath beim VfL Wolfsburg. Dies bestätigte VfL-Aufsichtsratschef Hans-Dieter Pötsch im Aktuellen Sportstudio des ZDF am späten Samstagabend.

Veh, früherer Meister-Coach des VfB Stuttgart, wird nach Klubangaben am Montag (14.30 Uhr) in Wolfsburg präsentiert. Meistermacher Magath verlässt die "Wölfe" am Saisonende in Richtung Schalke 04.

Magath: "Veh ist der Richtige"

Wie in Stuttgart soll der Augsburger Veh auch in Wolfsburg mit seinem Assistenten Alfons Higl zusammenarbeiten. Dies hatte die Augsburger Allgemeine berichtet. Veh, der den VfB 2007 zum Titel geführt hatte, musste am 23. November 2008 bei den Schwaben vorzeitig gehen.

Meistermacher Felix Magath begrüßt die gefundene Nachfolgelösung beim VfL. "Wenn man mich gefragt hätte, hätte ich auch Armin Veh genannt. Veh ist der Richtige für diese Mannschaft, weil er sie Fußball spielen lässt und sie ihr fußballerisches Potenzial entfaltet. Ich glaube, dass Veh sehr schönen und ansehnlichen Fußball nach vorne spielen lässt", sagte der bisherige Wolfsburger Alleinherrscher Magath im DSF-Doppelpass. Der Erfolgscoach hat beim Ligakonkurrenten Schalke 04 einen Vierjahresvertrag unterschreiben.

Kommt auch Heldt?

Weiterhin wird in Wolfsburg heftig darüber spekuliert, dass Veh in Zukunft beim VfL wieder mit Horst Heldt zusammenarbeiten wird. Der neue Meister buhlt offenbar nach wie vor um die Gunst des ehemaligen Mittelfeldspielers, der zusammen mit Veh den VfB-Titelgewinn vor zwei Jahren möglich gemacht hatte.

Heldt antwortete in Bezug auf die Wolfsburger Avancen erneut nichtssagend. "Da muss sich der VfB weniger Gedanken machen. Ich habe ja einen Vertrag und gehe davon aus, dass ich in Stuttgart bleibe", sagte Heldt.

In den kommenden Tagen soll es bei den Schwaben Gespräche über den versprochenen Posten im Vereinsvorstand geben, erst dann will sich Heldt entscheiden. Platz drei und damit die Aussicht auf die Königsklasse könnte helfen, ihn in Stuttgart zu halten. Aber die Spätzle-Connection Veh/Heldt steht bei den Niedersachsen weiterhin ganz hoch im Kurs.