2009.05.27 Neuss : Hoeneß warnt Schweinsteiger und Co.

Bis Ende Juni will der FC Bayern mit seinem neuen Coach Louis van Gaal die Kaderplanung abschließen. Manager Uli Hoeneß warnt derweil Bastian Schweinsteiger und andere "Mitläufer".

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Bayern-Manager Uli Hoeneß

Nach dem vollzogenen Transfer von 30-Millionen-Euro-Mann Mario Gomez sollen bei Bayern München bis Mitte Juni auch die letzten noch angestrebten Kaderverstärkungen abgeschlossen sein. "Ich denke, dass wir bis dahin alle Weichen gestellt haben", sagte Manager Uli Hoeneß mit Blick auf seinen Urlaubsbeginn am 12. Juni in einem Interview mit der Sport Bild. Anfang Juni werde der künftige Trainer Louis van Gaal für zwei Tage nach München kommen, "um Transfers konkret abzustimmen".

Mit den Planungen für die kommende Saison hat Hoeneß auch eine deutliche Warnung an das derzeitige Personal verknüpft, beispielsweise an Nationalspieler Bastian Schweinsteiger. "Man muss ihm die Frage ganz klar stellen, ob er weiterhin nur ein Mitläufer sein will. Ob das, was er im letzten Jahr gezeigt hat, so ist, wie er es sich bei uns vorgestellt hat", sagte der 57-Jährige.

Anspruch muss mit Bezahlung übereinstimmen

Generell müsse der Anspruch, den der Rekordmeister an die Profis stellt, mit deren Bezahlung übereinstimmen. "An dem werden wir sie messen", drohte Hoeneß: "Die Leistung stimmt nicht bei jedem hunderprozentig mit dem überein, was in den Verträgen steht. Wie radikal der Wechsel irgendwann sein muss, müssen wir nochmal besprechen."

An einen Verkauf von Franck Ribery oder Philipp Lahm denkt Hoeneß nach wie vor nicht, zumal es bisher nur eine "lockere Anfrage" von Manchester United für den Franzosen gegeben habe. "Für 40 Millionen Euro würde ich nicht mal den Hörer abnehmen", sagte Hoeneß.

Wechsel Riberys nicht kategorisch ausgeschlossen

Ganz ausschließen wollte der Manager einen Verkauf des Superstars aber nicht: "Wenn wir ihn abgeben würden, dann wären wir zu der Entscheidung gekommen, dass uns das viele Geld hilft, die Mannschaft so zu verstärken, dass sie insgesamt stärker wird." Ob ManU einen weiteren Vorstoß unternehmen wird, hänge von der Zukunft von Weltfußballer Cristiano Ronaldo ab. Der Portugiese war zuletzt bei Real Madrid im Gespräch.

Beschlossen ist derweil, dass die von Ex-Coach Jürgen Klinsmann installierten Fitnesstrainer Darcy Norman und Marcelo Martins bleiben. "Die behalten wir. Die sind super. Auch Philipp Laux, der Psychologe, bleibt", sagte Hoeneß.