2009.05.30 Neuss : Slalomkanuten fahren drei EM-Medaillen ein

Die deutschen Slalomkanuten haben in den nichtolympischen Teamwettbewerben bei der EM in Nottingham eine Silber- und zwei Bronzemedaillen eingefahren.

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Alexander Grimm

Kein Titel, aber drei Medaillen: Die deutschen Slalomkanuten haben bei der EM in Nottingham am ersten Finaltag nach zwei Pleiten im Einzel in den nichtolympischen Teamwettbewerben wenigsten eine Silber- und zwei Bronzemedaillen erpaddelt. Nur winzige acht Hundertstel rauschte dabei Olympiasieger Alexander Grimm mit seinen Kajak-Teamkollegen Sebastian Schubert (Hamm) und Tim Maxeiner (Wiesbaden) am Gold vorbei, dieses sicherte Gastgeber Großbritannien.

"Es ist natürlich ärgerlich, wenn man so knapp am ersten Platz vorbeischrammt. Aber für diese völlig neue Mannschaft, die so noch nie trainiert hat, ist es ein toller Erfolg", sagte der neue Bundestrainer Michael Trummer. Mit Blick auf die noch anstehende Kajak-Einzelentscheidung mit Grimm am Sonntag meinte er: "Unser Saisonhöhepunkt ist zwar die WM im September, aber es ist alles drin. Es wird eine enge Sache, da darf er sich keinen Fehler leisten." Auch bei den Canadiern stünden die Chancen nicht schlecht.

Titel für Olympiasiegerin Kaliska

Auf Platz drei landeten die Frauen und die Canadier, die Zweiercanadier mussten sich beim Sieg von Tschechien mit Rang fünf begnügen. Das Frauen-Team mit Weltmeisterin Jennifer Bongardt (Köln), Melanie Pfeifer (Augsburg) und Jasmin Schornberg (Hamm) musste sich Großbritannien sowie der Slowakei geschlagen geben. Die Canadier Nico Bettge (Magdeburg), Sideris Tasiadis (Augsburg), Jan Benzien (Leipzig) blieben hinter Tschechien und Frankreich zurück.

Im Einzel hatte Pfeifer nach dem Aus von Bongardt (12. Platz) als Vierte für die beste Platzierung gesorgt, Bronze aber um 2,53 Sekunden verpasst. Jasmin Schornberg (Hamm) wurde Achte. Den Titel gewann Olympiasiegerin Elena Kaliska vor den Französinnen Emilie Fer und Mathilde Pichery.

Die besten deutschen Zweiercanadier David Schröder/Frank Henze (Leipzig) landeten nur auf dem siebten Rang. Es gewannen die Olympiasieger Pavol und Peter Hochschorner aus der Slowakei. Die Athen-Olympiazweiten Marcus Becker/Stefan Henze hatten im Halbfinale ein Stangentor nicht erwischt, dafür 50 Strafsekunden kassiert und waren nur auf dem 18. Rang gelandet.