2009.06.01 Neuss : FN empört über drohende Haring-Suspendierung

Auf die drohende Suspendierung ihres ehemaligen Generalsekretärs Hanfried Haring durch den Weltreiter-Verband FEI hat die Deutsche Reiterliche Vereinigung FN empört reagiert.

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Hanfried Haring

Die Deutsche Reiterliche Vereinigung FN hat mit Empörung auf die drohende Suspendierung ihres ehemaligen Generalsekretärs Hanfried Haring durch den Weltreiter-Verband FEI reagiert. "Das Vorgehen der FEI ist nicht nachvollziehbar", sagte Soenke Lauterbach, Harings Nachfolger bei der FN, dem Sport-Informations-Dienst (SID).

Hätte die FEI gefordert, dass Haring seine Mitarbeit im FEI-Bureau bis zur Klärung des Falles ruhen lassen müsse, hätte man Verständnis gehabt. "Dass er jedoch sofort für alle Veranstaltungen suspendiert werden soll, können wir nicht verstehen", meint Lauterbach. Ein offener Streit zwischen beiden Verbänden ist ausgebrochen.

Haring soll Informationen im Fall Kutscher vorenthalten haben

Lauterbach erinnerte an den pikanten Fall von FEI-Präsidentin Prinzessin Haya Bint Al Hussein, die nach Bekanntwerden der Doping-Vorwürfe gegen Ehemann Scheich Mohammed Bin Rashid Al Maktoum im April ihre Verantwortlichkeit auch nur in dem speziellen Fall abgegeben hatte. Haring wird beschuldigt, der FEI im Fall der unangemeldeten Medikation für Marco Kutschers Pferd Cornet Obolensky bei Olympia Informationen vorenthalten zu haben.

Nachdem die FN am vergangenen Donnerstag ihre Olympia-Kader aufgelöst hatte, sollen am Dienstag die Rahmenbedingungen über die Anhörung von rund 70 Reitern und Funktionäre durch die unabhängige Kommission des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) geklärt werden. "Dies ist eine Chance. Wenn der Letzte es nicht kapiert hat, dann ist dem auch wirklich nicht mehr zu helfen", sagte Springreit-Bundestrainer Otto Becker.