2009.06.07 Neuss : Ems und Wagner-Augustin sorgen für deutsche Siege

Jonas Ems und Katrin Wagner-Augustin haben sich beim dritten Saison-Weltcup im Kanurennsport gegen die Konkurrenz durchgesetzt. Damit löste der Sprint-Weltmeister sein EM-Ticket.

nse
Jonas Ems siegt und löst damit sein EM-Ticket

Sprint-Weltmeister Jonas Ems und die viermalige Kajak-Olympiasiegerin Katrin Wagner-Augustin haben beim dritten Kanurennsport-Weltcup der Saison in Szeged für die beiden einzigen deutschen Siege gesorgt. Allerdings fehlten beim letzten großen Kräftemessen vor der Heim-Europameisterschaft in Brandenburg (25. bis 28. Juni) zahlreiche deutsche Spitzenathleten, weil sie ihre EM-Qualifikation bereits geschafft hatten.

Der Essener Jonas Ems sicherte sich durch den Sieg auf seiner Paradestrecke 200 Meter in Szeged ebenfalls noch ein Ticket im deutschen EM-Team, was Wagner-Augustin bereits vor ihrem 1000-Meter-Sieg sicher hatte. Die Potsdamerin nutzte die Rennen, um Wettkampfpraxis zu sammeln und war auch über 500m als Zweite hinter Bridgitte Hartley (Südafrika) glänzend platziert.

"Wir verzeichnen immerhin sieben Podestplätze in olympischen Bootsklassen. Das ist absolut in Ordnung. Und vor allem haben nicht nur die Etablierten sondern auch wie erhofft Nachwuchsfahrer dazu beigetragen", sagte Jens Kahl. Der Sportdirektor des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) meinte damit auch den über 1000m hinter Ungarn zweitplatzierten Viererkajak, in dem neben Olympiasieger Martin Hollstein in Paul Mittelstedt (beide Neubrandenburg), Dimitri Tabuev (Karlsruhe) und Torben Fröse (Essen) Athleten aus dem sogenannten Anschlusskader saßen.

Wylenzek und Leue im letzten Anlauf zum EM-Startrecht

Athen-Olympiasieger Tomasz Wylenzek und sein neuer Partner Erik Leue (Essen/Magdeburg) eroberten im letzten Anlauf auch noch das EM-Startrecht. Das Zweiercanadier-Duo aus Essen und Magdeburg belegte über 1000 Meter hinter zwei ungarischen Booten den dritten Rang, die Rivalen Chris Wend/Erik Rebstock (Magdeburg/Neubrandenburg) waren als Sechste über sieben Sekunden langsamer.

Im Einerkajak verschaffte sich Olympiasieger Ronald Rauhe (Potsdam) im internen Duell um einen EM-Platz einen Vorteil, weil er über 500 Meter hinter Anders Gustavsson (Schweden) und Adam Van Koeverden (Kanada) Dritter wurde und damit nicht nur den geforderten Leistungsnachweis brachte, sondern auch noch zwei Ränge vor seinem deutschen Rivalen Torsten Lubisch (Berlin) einkam.