2009.06.08 Neuss : "Anschlag auf die Rekordbücher"

Nach seinem sechsten Sieg im siebten Saisonrennen feiert die internationale Presse den Briten Jenson Button. Der Telegraph schreibt gar von einem "Anschlag auf die Rekordbücher".

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Jenson Button jubelt in Istanbul

Mit euphorischem Lob haben die britischen Medien am Montag den erneuten Sieg des britischen Formel-1-Fahrers Jenson Button kommentiert. Für die Times ist der 29 Jahre alte Brawn-Mercedes-Pilot, der in der Türkei den sechsten Sieg im siebten Saisonrennen feierte, "auf dem Weg zur Unsterblichkeit". Der Telegraph schreibt von einem "Anschlag auf die Rekordbücher", die Sun von einem "der bemerkenswertesten Comebacks der britischen Sportgeschichte".

England

Sun: "Es ist eines der bemerkenswertesten Comebacks der britischen Sportgeschichte, denn Buttons Formel-1-Karriere schien bereits vorbei. Button und sein weißes Auto, das er "Monster" nennt, sind sicher nicht mehr einzuholen. Die Frage ist nur noch, WANN und nicht mehr, OB er Weltmeister wird."

Times: "Button ist auf dem Weg zur Unsterblichkeit. Er ist meilenweit entfernt von der Konkurrenz und scheint nicht zu stoppen. Button fährt sogar in einer anderen Liga als sein Teamkollege Rubens Barrichello. Die Art, wie er diesen erneuten Sieg eingefahren hat, jagte eine Schockwelle durch das Fahrerlager."

Telegraph: "Jenson Button musste sich nur 40 Sekunden lang Sorgen machen, dass das Titelrennen in der Formel 1 noch spannend wird, dann setzte er seinen unaufhaltsamen Marsch fort. Diese Saison wird ein Anschlag auf die Rekordbücher. Button hat jetzt schon mehr Siege als Hamilton bei seinem WM-Titel in der letzten Saison. Und die schlechte Nachricht für alle anderen ist, dass sein Brawn immer besser wird. So darf Button auch vor einem Heimsieg vor 100.000 Fans im letzten Grand Prix von Silverstone träumen."

Mirror: "Button gewinnt schon wieder. Und er fährt schon wieder fehlerlos."

Italien

Gazzetta dello Sport: "Super-Button in der Türkei, Massa muss sich mit Platz 6 begnügen. Leider gibt es zum Thema Ferrari wenig zu sagen. Die Wahrheit ist, dass Ferrari in Istanbul nie wirklich im Rennen war. Die Sieger dieses Grand Prix haben Maranello stark unter Durck gesetzt. Ferrari wird sich jetzt weiter auf das Tauziehen mit der FIA konzentrieren, um zu begreifen, was 2010 geschehen wird. Ferrari weiß, dass die WM 2009 zu Ende ist, jetzt heißt es, für die Zukunft zu arbeiten."

Corriere dello Sport: "Wie Massa sagt, sind drei Punkte für Ferrari keine guten Punkte. Nach der enttäuschenden Qualifikation hatte Massa kaum Hoffnungen auf einen Sieg, es wäre jedoch wichtig gewesen, so viele Punkte wie möglich zu holen."

Tuttosport: "Ein weiterer Erfolg für Button. Im siebten Rennen der Saison bestätigt er sich als absoluter Protagonist der Meisterschaft und konsolidiert seine Führungsposition in der Fahrer-WM. Ferrari ohne Schwung schafft es lediglich auf Platz sechs mit Massa und auf Platz neun mit Räikkönen. Die Leistungen der Ferrari-Piloten und ihrer Autos entsprechen immer noch nicht den Erwartungen. Für Ferrari ist die Saison zu Ende."

Repubblica: "Button ist König der Türkei. Ferrari hinkt immer nach. BrawnGp fliegt und schenkt Button den sechsten Sieg in dieser Saison. Ferrari enttäuscht. Der Fortschritt in den Leistungen seit dem Grand Prix in Monte Carlo ist in Istanbul wieder vergessen. Wer soll Button stoppen?"