2009.06.12 Neuss : Schwerer Schlag: SC-Profi Toprak droht Karriereaus

Nach dem schweren Kartunfall von Ömer Toprak hat Freiburgs Präsident Stocker geschockt reagiert. Dem U19-Europameister steht das Ende seiner Karriere bevor.

mby
Dem Freiburger Ömer Toprak droht das Karriereaus

U19-Europameister Ömer Toprak vom Bundesligisten SC Freiburg droht nach einem schweren Unfall auf einer Kartbahn anscheinend das Ende seiner Karriere. "Im Moment geht es nur darum, dass er richtig gesund wird. Es steht ja nicht mal fest, dass er wieder spielen kann. Es wird Monate dauern, bis er wieder auf die Beine kommt", sagte der schockierte SC-Präsident Achim Stocker: "Das ist ganz tragisch für den Jungen und seine Familie".

Der 19-Jährige Toprak war am Dienstagabend in Umkirch in der Nähe von Freiburg wohl auf ein vor ihm fahrendes Kart aufgefahren. Dabei explodierte der Tank von Topraks Kart. Der Innenverteidiger erlitt schwere Verbrennungen, vor allem an den Beinen und am Rücken. Der Nachwuchsprofi liegt zurzeit in einer Spezialklinik in Tübingen, wo Hauttransplantationen vorgenommen worden sein sollen. "Der arme Junge tut mir leid. Wichtig ist, dass er jetzt gesund wird", sagte U21-Nationaltrainer Horst Hrubesch der Bild-Zeitung.

Toprak fehlt der U20-Auswahl und dem SC Freiburg

Eigentlich sollte Toprak im September für die deutsche U20-Auswahl bei der WM in Ägypten auflaufen. Toprak gilt beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) als einer der besten Perspektivspieler. Beim SC Freiburg setzte er sich gleich in seinem ersten Profijahr als Stammspieler durch und feierte mit den Breisgauern den Bundesliga-Aufstieg.

"Er ist das Beste, was ich in den letzten Jahren im Juniorenbereich gesehen habe", sagte zuletzt der 90er-Weltmeister Jürgen Kohler. Hrubesch, der mit der U21 derzeit bei der EM in Schweden weilt, drückt Toprak die Daumen. "Wir alle hoffen, dass Ömer wieder gesund wird und auf die Beine kommt." Die Freiburger wollen sich erst nach dem Wochenende wieder zum Gesundheitszustand Topraks äußern. Laut Stocker werde es mindestens ein halbes Jahr dauern, ehe Toprak zurückkehrt. Das hätten die behandelnden Ärzte berichtet.

Die Polizei beschäftigte sich am Freitag intensiv mit dem Unfallhergang. Dabei soll geklärt werden, wie es zur Explosion des Tanks kommen konnte. "Dass man mal auf einen anderen draufknallt beim Kartfahren, ist ja normal, dass dabei aber ein Tank explodiert, darf ja eigentlich nicht passieren", sagte Stocker dem Südkurier.