2009.06.25 Neuss : Lisicki zieht in Wimbledon in Runde drei ein

Sabine Lisicki hat in Wimbledon durch einen 6:2, 6:4-Sieg gegen Patricia Mayr die dritte Runde erreicht. Tatjana Malek schied gegen Samantha Stosur (Australien) dagegen aus.

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Sabine Lisicki ist in Wimbledon in der dritten Runde

Vom Häufchen Elend zum strahlenden Glück in nur vier Wochen: Nach ihrem Erstrunden-Aus bei den French Open in Paris war Sabine Lisicki noch den Tränen nah, am Donnerstag in London war die Welt für die 19-Jährige wieder in schönster Ordnung. Als einzige von fünf gestarteten deutschen Frauen steht sie nach ihrem souveränen 6:2, 6:4-Erfolg über Patricia Mayr (Österreich) am Samstag in der dritten Runde der All England Championships in Wimbledon - zum ersten Mal in ihrer Karriere.

Sabine Lisicki erwartet am Samstag in der aktuellen French-Open-Siegerin Swetlana Kusnezowa ein anderes Kaliber, als es die Österreicherin Mayr war. Die Berlinerin ist aber trotzdem guter Dinge: "Ich habe schon bewiesen, dass ich Top-Ten-Spielerinnen schlagen kann", sagte sie und dachte dabei vor allem an ihren ersten Turniersieg im Frühjahr in Charleston, als sie Wimbledonsiegerin Venus Williams ausschaltete. "Ich bin noch nicht ganz auf meinem höchsten Niveau", sagte die Blondine, "aber eigentlich bin ich jetzt wieder fit."

Der körperliche Rückstand aus dem Mai ist jedenfalls aufgeholt. Vor den French Open musste sie fünf Tage in einem Krankenhaus verbringen und wurde schon auf eine Blinddarm-OP vorbereitet. Zu Unrecht, wie sich zum Glück von Lisicki herausstellte. Für eine ordentliche Vorbereitung auf Paris war es aber zu spät, es folgte das tränenreiche Aus in Runde eins und die Erkenntnis: "Ich war einfach nicht fit genug für ein Grand-Slam-Turnier."

Grasallergie behindert nur leicht

Das ist jetzt anders, würde nicht in Wimbledon auf Rasen gespielt. Lisicki leidet nämlich an einer Grasallergie. Während ihres Erstrundenspiels am Dienstag verlor sie deshalb völlig ihre Stimme, die erst am Mittwochmorgen zurückkam. Sie schmeißt dagegen Tabletten ein, aber eine kleine Behinderung bleibt dennoch. "Beim Atmen ist es nicht ganz normal", erklärte sie, "es ist aber nur eine ganz leichte Behinderung."

Qualifikantin Tatjana Malek hat dagegen eine große Überraschung verpasst. Die 21-Jährige aus Bad Saulgau unterlag trotz zahlreicher Chancen in der zweiten Runde der Australierin Samantha Stosur mit 6:4, 6:7 (6:8), 4:6.

Fed-Cup-Spielerin Malek, die in der aktuellen Weltrangliste auf Platz 101 geführt wird, konnte dabei eine 4:2-Führung nicht halten, lag auch im Tiebreak mit 4:0 in Front und führte auch im dritten Satz mit 4:1. Malek verspielte damit den größten Erfolg ihrer Laufbahn. Sie ist noch nie unter die letzten 32 eines Grand-Slam-Turniers vorgestoßen.

Nächste Gegnerin der Weltranglisten-19. aus Australien, die bei den French Open das Halbfinale erreicht hatte, ist die ehemalige Weltranglisten-Erste Ana Ivanovic (Serbien).