2009.06.27 Neuss : Scheider startet auf dem Norisring von Platz eins

Timo Scheider hat beim dritten DTM-Lauf der Saison auf dem Norisring den ersten Startplatz erobert. Für den Braubacher ist es die erste Pole Position in der laufenden Saison.

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Darf sich über seine erste Pole der Saison freuen: Audi-Pilot Timo Scheider

Timo Scheider (Braubach) hat den Reifen-Poker im Qualifying auf dem Norisring gewonnen und sich beim dritten Lauf der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft in Nürnberg die erste Pole Position im Jahr 2009 gesichert. Der Titelverteidiger im Audi A4 geht nach der vom drohenden Regen bestimmten Jagd nach der Bestzeit am Sonntag (14.00 Uhr/live in der ARD) als Erster auf den 2,3km langen Stadtkurs. Mattias Ekström (Schweden) vergrößerte als Zweiter die Hoffnungen von Audi auf einen "Heimsieg".

Ralf Schumacher (Kerpen) verbaute sich die Chance auf den ersten Kampf um die Pole Position mit einem Fehler. Der ehemalige Formel-1-Pilot hatte im dritten Durchgang die erlaubte Anzahl von acht um zwei Runden überschritten. Der Mercedes-Pilot wurde vier Stunden nach Ende des Qualifyings von Platz vier auf Rang acht zurückgestuft.

Winkelhock mit spektakulärem Unfall

Zuvor hatte ein spektakulärer Zwischenfall für eine zweistündige Unterbrechung des ersten freien Trainings am Morgen gesorgt. Ein Hydrantendeckel auf der Start/Ziel-Geraden hatte sich durch den unter den DTM-Boliden herrschenden Unterdruck gelöst und lag plötzlich mitten auf der Fahrbahn.

Audi-Pilot Markus Winkelhock (Berglen-Steinach) fuhr mit 244km/h über den rund 15kg schweren Deckel und hatte viel Glück, denn das Hindernis durchschlug den Unterboden des A4 und beschädigte die Sitzkiste, eine Bremsleitung und eine Radaufhängung, doch der 29-jährige Winkelhock blieb unverletzt.

Teile verfehlen Streckenposten nur knapp

Die durch die Luft fliegenden Teile verfehlten einen Streckenposten nur knapp, Zuschauer befanden sich nicht in diesem Bereich. Der Audi wurde so stark beschädigt, dass Winkelhock nicht am Qualifying teilnehmen konnte. In der Pause wurde der Deckel neu verschraubt und verschweißt.

Vor fast fünf Jahren, am 18. Juli 2004, hatte ein ähnlicher Zwischenfall bei der DTM-Premiere in Shanghai/China sogar für einen Rennabbruch gesorgt. Damals war Mercedes-Pilot Bernd Mayländer über einen Gullydeckel gefahren, anschließend durch die Luft geflogen und in einer Betonmauer gelandet. Sein Auto wurde schwer beschädigt, er selbst blieb unverletzt.