2009.07.05 Neuss : Wiener Walzer siegt beim 140. Deutschen Derby

Mitfavorit Wiener Walzer hat unter dem schwedischen Jockey Fredrik Johansson die Konkurrenz beim 140. Deutschen Derby in Hamburg-Horn weit hinter sich gelassen.

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Wiener Walzer siegt beim 140. Derby

Mitfavorit Wiener Walzer hat unter Jockey Fredrik Johansson die Konkurrenz düpiert und ist auf der Galopprennbahn in Hamburg-Horn zum Sieg im 140. Deutschen Derby "getanzt". Die von Jens Hirschberger für das Gestüt Schlenderhan trainierte 46:10-Chance verwies nach 2400m die Außenseiter Sordino (Johan Victoire) und Toughness Danon (Eduardo Pedroza) auf die Plätze zwei und drei.

"Ein großer Erfolg, der meiner Mutter gewidmet ist", sagte Besitzer Georg Baron von Ullmann, dessen Mutter Karin, Gestütsherrin von Schlenderhan, am Pfingstsonntag im Alter von 87 Jahren gestorben war. "Ich bin sicher, sie schaut von oben zu", so Ullmann.

Der Schwede Johansson reckte nach seinem Glanzritt die Faust in den Himmel über Hamburg, Hirschberger holte seinen Sieger strahlend vom Geläuf ab. Das Gespann Hirschberger/Johansson hatte das wichtigste Rennen der deutschen Turf-Saison bereits 2007 mit Adlerflug gewonnen. "Wir sind froh, dass es Wiener Walzer geschafft hat. Man kann ihn mit Adlerflug noch nicht vergleichen, aber er ist ein sehr gutes Pferd", sagte Hirschberger.

Die Siegprämie für Wiener Walzer beträgt 300.000 Euro, hinzu kommen Besitzer- und Züchterprämien. Der dreijährige Hengst hatte mit dem Union-Rennen vor drei Wochen in Köln schon die wichtigste Derbyvorprüfung gewonnen und in Hamburg im Ziel eineinviertel Längen Vorsprung auf den zweitplatzierten Sordino.

Ärger bei de Vries

Während das Siegerteam ausgelassen den Erfolg feierte, hatte Adrie de Vries Grund zum Ärger. Der niederländische Jockey hatte die Wahl, ob er Wiener Walzer oder Wettmarktfavorit Suestado reitet. Adrie de Vries entschied sich für den 39:10-Favoriten Suestado, der mit dem Ausgang des Rennens nichts zu tun hatte und am Ende auf dem enttäuschenden 14. Platz landete. "Ihm hat heute irgendetwas weh getan, wir werden ihn untersuchen um festzustellen, was es war", meinte Hirschberger.

Ebenfalls ohne Chance war die einzige Stute im 17er-Feld. Bolivia belegte unter Andreas Suborics nur Rang 13. Den letzten Stutensieg im Derby hatte es vor zwölf Jahren durch Borgia gegeben.

Durch die Außenseiter auf den Rängen zwei und drei gab es auch hohe Quoten für die Wetter. Die Zweierwette zahlte 1704:10, die Dreierwette 31.474 Euro für 10 Euro Einsatz.