2009.07.06 Neuss : Chelsea gewinnt Poker um Schirkow

Der FC Chelsea hat den monatelangen Poker um den russischen Nationalspieler Jurij Schirkow für sich entschieden. Auch Bayern München war an dem Star von ZSKA Moskau interessiert.

lhi
Künftig für den FC Chelsea am Ball: Jurij Schirkow

Nach monatelangem Poker ist der Transfer des russischen Nationalspielers Jurij Schirkow zum englischen Pokalsieger FC Chelsea perfekt. Das teilte der neue Teammanager Carlo Ancelotti am Montag auf seiner ersten Pressekonferenz mit. Zugleich bestätigte der Italiener die Verpflichtung des Stürmers Daniel Sturridge vom Ligakonkurrenten Manchester City und machte sich für einen Verbleib von Kapitän John Terry bis zu dessen Karriereende stark.

Ablöse von 20 Millionen Euro im Gespräch

Schirkow, Linksaußen von ZSKA Moskau, war nach seinen eindrucksvollen Auftritten bei der EM 2008 zu Russlands Spieler des Jahres gewählt worden. Über die Laufzeit des Vertrages machte Ancelotti keine Angaben, zuletzt war aber von einem Vier-Jahres-Kontrakt bis zum 30. Juni 2013 die Rede.

Über die Höhe der Ablösesumme wurden ebenfalls keine Angaben gemacht. Vor Wochen war über mehr als 20 Millionen Euro spekuliert worden. Schirkow spielt beim Klub seines milliardenschweren Landsmanns Roman Abramowitsch künftig mit dem deutschen Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack zusammen. Ancelotti plant den schnellen Russen als Außenverteidiger oder Mittelfeldspieler ein.

Hoeneß: Keine Chance gegen Chelsea

Bayern München hatte vor einiger Zeit ebenfalls Interesse an dem 25 Jahre alten Schirkow signalisiert, sich aber nicht auf ein Wettbieten mit den Engländern einlassen wollen. Manager Uli Hoeneß hatte nach Bekanntwerden des Interesses aus London gesagt: "Wenn Chelsea Ernst in dieser Sache macht, haben wir keine Chance."

Die Briten hatten vor Schirkow auch Sturmtalent Sturridge verpflichtet. Der 19 Jahre alte Angreifer soll ebenfalls einen Vierjahresvertrag bis 2013 erhalten haben.

Ancelotti erteilte zudem allen Wechselgerüchten um Terry zu Manchester City eine Absage. "Terry wird für immer bei Chelsea bleiben. Er wird auch kommende Saison der Kapitän sein", sagte Ancelotti und ergänzte: "John Terry ist ein Symbol für dieses Team. Er hat gesagt, er will für immer bleiben. Und wir wollen ihn für immer behalten."