2009.07.13 Neuss : SC Freiburg will Kaka-Bruder Digao verpflichten

Der SC Freiburg scheint vom brasilianischen Verteidiger Digao vom AC Mailand überzeugt. Laut SC-Trainer Robin Dutt machte der jüngere Bruder von Kaka im Probetraining einen guten Eindruck.

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Der SC Freiburg hat offenbar Interesse an Digao (rechts) vom AC Mailand

Bundesligist SC Freiburg will den "Mini-Kaka" verpflichten und plant damit knapp vier Wochen vor Saisonbeginn einen spektakulären Coup. Der Aufsteiger testet im Trainingslager im österreichischen Schruns derzeit den brasilianischen Verteidiger Digao vom italienischen Renommierklub AC Mailand und scheint von den Qualitäten des rund drei Jahre jüngeren Bruders von Real Madrids Superstar Kaka bereits überzeugt zu sein.

"Er hat sich gut bewegt und zahlreiche Zweikämpfe gewonnen. Der erste Eindruck war positiv", sagte SC-Coach Robin Dutt, der zuvor einen Tipp bekommen und sich einige DVDs von Digao angeschaut hatte. Der 1,94 m große Linksfuß, der in den vergangenen zwei Jahren insgesamt nur 47 Pflichtspielminuten absolvierte, gilt als kopfball- und zweikampfstark. Nachdem Kaka für 65 Millionen Euro von Milan zu den Königlichen wechselte, wollen die Rossoneri nun offenbar auch seinen 23 Jahre alten Bruder von der Gehaltsliste streichen.

Digao bereits zweimal ausgeliehen

Der Vertrag des Innenverteidigers in Mailand läuft noch bis 2013. Allerdings war Rodrigo Izecson dos Santos Leite, wie Digao mit bürgerlichem Namen heißt, seit seinem Wechsel im Sommer 2004 für 500.000 Euro vom FC Sao Paulo nach Mailand bereits zweimal an andere Klubs ausgeliehen.

Digao hat seinem berühmten Bruder übrigens auch den Künstlernamen verschafft. Da er als kleines Kind den Vornamen seines Bruders (Ricardo) nicht richtig aussprechen konnte, nannte er ihn einfach Kaka.

Kreuzbandriss bei Standard Lüttich

Wie Kaka begann auch Digao seine Karriere in seiner Heimat beim FC Sao Paulo. Ein Jahr nach dem Wechsel des Bruders folgte auch Digao im Sommer 2004 zum AC Mailand. Dort spielte er zunächst in der Jugendmannschaft und wurde nach nur einem Jahr an Rimini Calcio ausgeliehen. Im Sommer 2007 kehrte er nach Mailand zurück, konnte sich aber erneut nicht durchsetzen und bestritt nur ein Spiel über 45 Minuten.

Im vergangenen Sommer wechselte Digao dann erneut auf Leihbasis für eine Spielzeit zu Standard Lüttich. Auch beim belgischen Meister kam er aufgrund eines Kreuzbandrisses nur zu einem zweiminütigen Pflichtspieleinsatz. Damit stand Digao in den vergangenen beiden Spielzeiten nur etwas länger als eine Halbzeit auf dem Platz. Die fehlende Spielpraxis war dem Defensivspieler in den ersten Einheiten in Freiburg aber kaum anzumerken.

Digao wäre bereits der siebte Neuzugang der Freiburger für die kommende Saison. Zuvor hatte der Zweiliga-Meister bereits Felix Bastians (Young Boys Bern), Stefan Reisinger (SpVgg Greuther Fürth), Cedrick Makiadi (VfL Wolfsburg), Manuel Salz (Stuttgarter Kickers), Du-Ri Cha (TuS Koblenz) und Mensur Mujdza (NK Zagreb) verpflichtet.