2009.07.16 Neuss : Obergföll hat Angst vor halbleeren Rängen

Die Werbemaßnahmen für die WM in Berlin sind für Christina Obergföll nicht ausreichend. "Es hängen ein paar Plakate in Berlin. Aber das war es dann auch", so die Olympiadritte.

bb
Christina Obergföll wünscht sich bessere WM-Werbung

Die Olympiadritte Christina Obergföll hat erneut die zu geringen Werbemaßnahmen für die Leichtathletik-WM in Berlin (15.-23. August) kritisiert. "Ich werde bei mir zu Hause in Offenburg gefragt: Und? Ist irgendwas Besonderes in diesem Sommer? Dann sage ich: Hallo? Es ist WM in Berlin. Dann schauen die mich an und sind total überrascht", sagte die Speerwerferin der Berliner Zeitung.

Obergföll hat "überhaupt nicht" das Gefühl, dass sich die Deutschen auf die Titelkämpfe freuen. Zudem würde die WM viel zu wenig beworben: "Ich glaube, es hängen ein paar Plakate in Berlin. Aber das war es dann auch", meinte die WM-Silbermedaillengewinnerin von 2007 und 2005 und forderte Werbespots vor den Sportsendungen im Fernsehen.

"Ich glaube nicht so ganz, was da alles erzählt wird"

"Da heißt es jetzt immer, 18 Prozent der Deutschen wüssten, dass diese WM stattfindet, und bei der Handball-WM hätten es angeblich nur acht Prozent gewusst. Ich glaube nicht so ganz, was da alles erzählt wird", sagte Obergföll.

Die 28-Jährige hat Angst, vor halbleeren Rängen werfen zu müssen, auch wenn knapp 250.000 von insgesamt 500.000 Tickets bereits verkauft seien: "Aber diese Zahl höre ich jetzt schon seit Wochen."